Kia Ceed Sportswagon PHEV im Test

Vielfach ausgezeichnet und jüngst als „Restwertriese 2025“ gekürt, präsentiert sich der Kia Ceed Sportswagon als elektrifizierter Plug-in Hybrid im neuen Modelljahr unserem Test. Im Detail überarbeitet und mit Neuerungen versehen, weiß der Kombi mehr als nur mit Platz zu überzeugen.

Karosserie/Design

Augenscheinlichste Veränderung beim neuen Modelljahr entfallen auf die Front. Die neuen Voll-LED-Scheinwerfer mit drei markanten Modulen zeichnen alle Modelle aus. Der Plug-in Hybrid paart diese stets mit einem geschlossenen Kühlergrill. Der sich im Modelljahr 2022 mit einer ausdrucksstarken Optik deutlicher von den anderen Antrieben unterscheidet. Die Struktur des Grills und die zweifarbige Ausführung in Schwarz und Silber charakterisieren den Teilzeitstromer.

Die Plug-in Hybrid Variante des Kia Ceed Sportswagon gibt sich darüber hinaus an der zusätzlichen Ladeklappe im linken vorderen Kotflügel zu erkennen. Charakterisierend für das Ceed-Facelift: der glanzschwarze Diffusor mit Chromakzenten und die Air Curtains. Die seitlichen Lufteinlässe präsentieren sich nun größer und dynamischer gezeichnet. Das „Eco Plug-in“-Emblem weicht im neuen Modell dem „PHEV“-Schriftzug. Die optische Ausrichtung passt Kia an das neue Marken-Logo an.

Ob mit Verbrenner oder als teilelektrischer PHEV, Kia stellt dem Kombi neue Leichtmetallfelgen und Karosseriefarben zur Seite. Im MJ2022 bietet die Farbpalette dem Kunden elf Lackierungen, darunter die neuen Farben Splash Lemon, Experience Grün, Machined Bronze und Yucca Steel Grau.

Innenraum/Kofferraum

Im Modelljahr 2022 fährt die Kia Ceed-Baureihe nicht nur mit optischen Retuschen vor. Neuerungen und Optimierungen im Detail kommen auch im Innenraum zum Tragen.

Die Qualität der Materialien sowie deren Anmutung und die Verarbeitung ließ uns 2018 staunen. Hob Kia im Zuge der neu aufgelegten Ceed-Generation den Standard im Segment derart hoch. Die Mitbewerber reichen an diesen bis heute nicht heran.

Zugegeben, im neuen Modelljahr fällt mein Blick zunächst auf den neuen Touchscreen in 10,25 Zoll, doch die haptisch sehr hochwertigen Dekorelemente und Materialien wissen weiterhin zu faszinieren.

Doch bleibe ich bei der zentralen Schnittstelle. Stattet Kia den Ceed Sportswagon im Basismodell mit einem 8 Zoll Display aus, findet sich in meinem getesteten Kombi das 10,25 Zoll System. Darunter platziert Kia eine sehr übersichtliche Anzahl an Tasten und Reglern. Im Vergleich zum Wolfsburger Gefährten rationalisiert Kia diese erfreulicherweise nicht vollständig weg.

Die Instrumenteneinheit bietet Kia abhängig von der Ausstattung von Haus aus oder gegen Aufpreis in einer volldigitalen Ausführung. Den Umfang des digitalen Cockpits baut Kia im Modelljahr 2022 um verschiedene Darstellungen aus. Erstreckt sich das Kombiinstrument auf 12,3 Zoll, weiß die Darstellung mit ihrer hohen Auflösung hervorzustechen. Wer die neue Grafik unter den Darstellungen auswählt bekommt eine Anzeige geboten, die sich der jeweiligen Wetterlage und Tageszeit anpasst.

In Verbindung mit den 10,25 Zoll Navigationssystem, den Online-Diensten Kia Connect und Service Kia Live stehen Ihnen als Kunde ab der Aktivierung die Online-Dienste sieben Jahre lang kostenlos zur Verfügung.

Die Funktionen der Kia Connect App sind vielfältig. In wenigen Sekunden auf das Smartphone geladen, steht die Applikation kostenlos im Store zum Download zur Verfügung.

Mit der Aktivierung ist der Nutzer umgehend mit seinem Auto vernetzt. Über die im Fahrzeug integrierte SIM-Karte findet der Austausch von Daten statt. Favorisierte Funktionen meines Handys steuere ich nun bequem über den Touchscreen im Cockpit an.

Den Umfang an Live Services baut Kia stetig aus. Im neuen Modelljahr bietet die Kalender-Funktion die nahtlose Verknüpfung meiner Termine mit dem Navigationssystem on board. Hinterlege ich im Test mit der Termin-Notiz einen Ort, schickt das System diesen vor Fahrtantritt an das Fahrzeug. Somit lasse ich mich direkt und ganz bequem dort hin manövrieren.

Besteht nicht die Möglichkeit, das Auto direkt am Zielort zu parken, wechsele ich in die „Letzte Meile“-Navigation. Das System leitet mir nun über das Smartphone zu Fuß den Weg. Vorausgesetzt, ich stelle den Kia nicht weiter als zwei Kilometer vom Endziel entfernt ab. Der Wechsel der Routenführung auf das Handy geht via Kia Connect App und Push-Benachrichtigung nahtlos. Reicht die Pfeildarstellung via Google Maps nicht aus, lässt sich die Kamera des Smartphones nutzen. Die eingefangenen Livebilder bindet das System direkt in die Navigation ein.

Im Bereich Routenführung perfektioniert Kia den Dienst mittels cloud-basierter Echtzeitinformationen. Historische Verkehrsdaten werden mit einbezogen und präzise Aussagen zu Fahr- und Ankunftszeit getroffen. Die „Online-Navigation“ berücksichtigt Gefahrenstellen und tätigt Warnungen, trifft Wettervorhersagen und steht bei der lokalen Suche auf den Reisen zur Seite. Informationen über nahegelegene Parkmöglichkeiten, Tankstellen und geeignete Ladestationen ergänzt Kia um die Faktoren Verfügbarkeit, Kompatibilität und Preise.

Fahrzeugortung, Datenabruf, Fahrzeugberichte und Diagnosemitteilungen, ergänzt um die den „Nutzerprofil-Transfer“. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Persönliche Einstellungen kann der Besitzer in der Cloud speichern und bei Bedarf ändern. Nutzer von mehreren Kia-Modellen oder bei einem Fahrzeugwechsel innerhalb der Marke können die gespeicherten Daten an das andere Kia Fahrzeug mit Kia Connect übertragen.

Wer sein Auto verleiht, schützt seine hinterlegten Informationen im Rahmen des Valet-Modus und hat das Auto via Kia Connect App im Blick. Das System übermittelt Angaben zu Start- und Endzeitpunkt der Fahrt. Darüber hinaus erhalten Sie Infos zur gefahrenen Topspeed, der zurückgelegten Strecke und gesamten Fahrzeit.

Zwei mobile Endgeräte mit dem Fahrzeug zur gleichen Zeit verbinden ist dank Bluetooth-Mehrfachverbindungen möglich. Obendrein erlaubt die Split-Screen-Funktion die Unterteilung des Touchscreen, der sich beliebig konfigurieren lässt.

Ebenfalls dem Plug-in Hybrid vorbehalten, die „Driver Only“-Taste. Über dieses Schalterelement greife ich auf das energiesparende Belüftungs- und Klimatisierungssystem zu. Über die Beschränkung auf den Fahrerbereich schone ich spürbar die Batterie.

Im Plug-in Hybrid baut Kia den Umfang der Multifunktionsdisplay-Anzeigen um antriebspezifische Details aus. Erhalte ich Informationen zum Antriebsstrang, Akku-Ladestand sowie dem Energieverbrauch.

Kia bringt die Batterie möglichst platzsparend unter der Rückbank sowie dem Kofferraumboden unter. Der Kia Ceed Sportswagon Plug-in Hybrid weiß somit trotz der Batterieunterbringung ein üppiges Platzangebot zu bieten. Mit 437 Liter verzeichnet der Teilzeitstromer gegenüber den Verbrennern lediglich ein Minus von 75 bis 188 Liter. Variieren der Turbobenziner und Mildhybrid ebenfalls. Während diese maximal 1.581 bis 1.694 Liter Stauraum bieten, hält der PHEV durch umlegen der Rücksitze bis zu 1.506 Liter bereit.

Abhängig von der gewählten Ausstattung, kann der Nutzer die Rücksitze im Verhältnis 40:20:40 umlegen. Die Dreiteilung schafft zusätzliche Variabilität. Dies gilt zudem für den flexiblen Ladeboden.

Der Gepäckraum des Ceed Sportswagon weiß in allen Motorvarianten mit seiner guten Nutzbarkeit zu glänzen. Beim Be- und Entladen stehen mir keine Stufen im Weg, die Ladekante ist wunderbar niedrig. Loses Ladegut, lässt sich über Gepäcknetzösen befestigen.

Die weit aufschwingende Kofferraumklappe gibt eine große Öffnung frei. In allen Ausstattungen geht der Vorgang elektrisch vonstatten. Die sensorgesteuerte Ausführung öffnet die Heckklappe ohne mein Zutun. Im Test stehe ich mit dem Fahrzeugschlüssel in der Tasche lediglich hinter dem Fahrzeugheck und warte den Warnton ab. Ladegut muss ich nicht extra abstellen, um den Kofferraum zu öffnen.

Komfort/Fahrwerk

Der Kombi ist nicht nur praktisch, er ist auch handlich. Die Wendigkeit belegt der Ceed Sportswagon mit einem Wendekreis von 10,40 Metern.

Das ausgewogene Fahrwerk der dritten Generation schmeichelt mir im Test mit tollem Komfort und durchaus sportlichen Qualitäten, wenn ich diese fordere. Der Kia Ceed Sportswagon 1.6 GDI Plug-in-Hybrid MJ2022 paart diesen Fahrwerkscharakter mit einer harmonisch darauf abgestimmten Lenkung. Präzise und angenehm straff abgestimmt, bietet mir der Kombi eine gute Rückmeldung. Die Optimierungen an der elektronisch unterstützten Servolenkung verbessern den Gesamteindruck. Die neuen Stabilisatoren und Lenker- und Stoßdämpferbuchsen steigern die Kurvenperformance und die Fahrzeugkontrolle in diesen Situationen.

Der Ceed Sportswagon bietet ein souveränes Fahrgefühl. Schwächen sind dem Koreaner im Test nicht zu Lasten zu legen. Der kompakte Kombi macht seine Sache einfach gut. Im elektrischen Fahrbetrieb gilt der Akustik besondere Aufmerksamkeit. Um den Komfortanspruch auch in diesem Bereich zu entsprechen, nahm Kia Modifizierungen vor. Im neuen Modelljahr 2022 findet sich zusätzliches Dämmmaterial mit höherer Schalldämmung sowie neue Isolierungen.

Für einen Hybriden nicht selbstverständlich, die Möglichkeit Hänger zu ziehen. Die Anhängelast des Kia Ceed Sportswagon Plug-in Hybrid liegt gebremst bei 1.300 Kilo. Die optional erhältliche Anhängerkupplung vorausgesetzt.

Motor/Getriebe

Mit ihrer Modellvielfalt bieten die Koreaner dem Kunden ein breites Spektrum. Die Palette an Fahrzeugen steht für Zuverlässigkeit und entspricht unterschiedlichsten Ansprüchen. Gepaart mit Innovationen, die Konnektivität sowie die Antriebstechnologie betreffend. Von Mildhybriden, über Plug-in Hybride bis hin zum rein elektrischen Fahrzeug. Kia hat alles in petto.

Der Kia Ceed Sportswagon Plug-in Hybrid folgt dem Prinzip Parallelhybridsystem. Das heißt, die Koreaner kombinieren einen Benziner mit 1,6 Liter Hubraum und Direkteinspritzung mit einem Elektromotor. Dieses Zusammenspiel ergibt eine Systemleistung von 104 kW / 141 PS. Während der Verbrenner 77,2 kW / 105 PS leistet, kommt der E-Motor auf 44,5 kW / 60,5 PS.

Beschleunigungsorgien lassen diese Daten natürlich nicht erwarten. Im Test weiß der Kia Ceed Sportswagon mit einer harmonischen Leistungsentwicklung dennoch zu gefallen. Das maximale Drehmoment von 265 Newtonmeter steht bereits von 1.000 Touren an. Erstreckt sich bis 2.400 Umdrehungen pro Minute und schlägt sich in einem Sprintwert von 10,8 Sekunden von 0-100 km/h nieder.

Der Elektromotor stellt dem Kia Ceed Sportswagon bei spontanem Leistungsabruf, sei es beispielsweise bei Überholvorgängen, einen kurzzeitigen Boost zur Seite. Gewaltig fällt aber auch dieser nicht aus. Geschmeidiges Vorankommen liegt dem Kombi, rein elektrisch ist dies bis Tempo 120 möglich. Die endgültige Topspeed ist bei 200 km/h erreicht.

Das Zusammenspiel mit der Doppelkupplung sagt mir im Test über den gesamten Einsatzbereich sehr zu. Die Entscheidung ein DCT-Getriebe mit sechs Gängen zu verbauen begrüße ich, setzen Autohersteller bei diesen Antrieben meist auf stufenlose Getriebe. Die mir größtenteils nicht gefallen und Einbußen des Komforts zur Folge haben. Dies ist beim Kia Ceed Sportswagon PHEV nicht der Fall.

Abhängig von der Fahrsituation nehme ich Einstellungen mittels „Drive Mode Select“ vor. Über den Fahrmoduswahlschalter wähle ich sekundenschnell zwischen den Programmen Normal und Sport. Diese beeinflussen sowohl das Getriebe, die Lenkunterstützung und das Ansprechverhalten. Wenn auch der Kombi im aktivierten Sport-Modus direkter auf Gasbefehle reagiert und agiler beschleunigt, sportliche Fahrleistungen vermittelt der Plug-in-Hybrid auch jetzt nicht. Auf den Fahrwerkscharakter habe ich mit beiden Modi keinen Zugriff.

Dafür kann ich den Wechsel zwischen den Motoren vornehmen. Die entsprechenden Schalter finde ich direkt neben dem Getriebewahlhebel der Doppelkupplung. Wechsle ich über die HEV-Taste zwischen dem Hybrid- und Elektroantrieb. Mit dem Modus EV favorisiere ich den reinen Elektroantrieb. Dies bietet sich gerade bei Fahrten in der Stadt an, die ich lokal emissionsfrei und geräuscharm zurücklege. Im Hybrid-Modus entscheidet das System zwischen den Antrieben abhängig von der Situation. Unterschreitet der Ladezustand der Batterie das Mindestlevel, wechselt der Plug-in Hybrid automatisch in den Hybridbetrieb (HEV) und der Benzinmotor sorgt für den Vortrieb.

Fordere ich im elektrischen Modus (EV) die Systemleistung steht der Verbrenner trotz EV-Modus kurzfristig dem Elektromotor bei. Die sommerlichen Temperaturen beanspruchen die Klimaanlage stärker, ist dies der Fall, unterstützt der Benziner den E-Motor ebenfalls. Das Gegebenheiten wie Temperaturen und Topografie Einfluss auf die rein elektrische Reichweite nehmen, ist selbsterklärend.

Kia spricht beim Plug-in Hybrid Kombi von 60 Kilometer bei 16-Zoll-Bereifung beziehungsweise 55 Kilometer mit 17 Zöllern. Das es sich bei diesen Angaben um Werte nach NEFZ handelt, wird im Test schnell deutlich. Die Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit 8,9 kWh bietet in meinem Test im realen Alltag Kapazitäten für 40 Kilometer.

Der Kia Ceed Sportswagon entspricht der Effizienzklasse A+++, ungeachtet der Radgröße. Diese nimmt jedoch Einfluss auf den Verbrauch. Modelle mit 16 Zoll Bereifung erzielen nach NEFZ 1,1 Liter auf hundert Kilometer im kombinierten Zyklus. Die Messwerte steigen bei 17-Zoll-Rädern um 0,2 Liter. Der Stromverbrauch von 9,3 Kilowattstunden pro hundert Kilometer steigt um 2 Kilowattstunden. Die Messwerte den CO2-Ausstoß betreffend liegen laut Datenblatt bei 28 beziehungsweise 30 Gramm pro Kilometer.

Leider verfügt der Kia Ceed Sportswagon PHEV über keine SAVE-Taste, die mir ermöglicht, die Akkuladung für spätere Fahrten zu sichern. Immerhin lädt die Batterie minimal durch die beim Bremsen gewonnene kinetische Energie und wandelt diese in elektrische um.

Da Plug-in Hybride aktuell nur in den seltensten Fällen über Schnelllader verfügen, ist an der Ladestation Geduld gefragt. An der konventionellen Steckdose vergehen stolze fünf Stunden. Das entsprechende Kabel packt Kia serienmäßig ins Auto. Das Typ2-Ladekabel muss extra geordert werden, reduziert die Ladezeit bei einer maximalen Leistungsaufnahme von 3,3 kW und an einer 230-Volt-Ladestation auf zwei Stunden und 45 Minuten.

Die Kabel bringe ich nach erfolgtem Ladevorgang in einem Ablagefach unter dem Ladeboden unter. Wer das Gepäckabteil nutzt, dem sei geraten, das Kabel vorher herauszunehmen und griffbereit im Innenraum unterzubringen. Dies spart, den Kofferraum auszuräumen und neu zu packen.

Den Ladeprozess kann ich über den Touchscreen steuern und eine zeitliche Programmierung vornehmen. So lassen sich günstigere Tarife, wie beispielsweise den Nachttarif nutzen.

Auf dem Armaturenbrett fällt die Ladezustandsanzeige ins Auge und ist auch von außen sichtbar. Ergänzend hierzu, verschaffe ich mir von unterwegs aus via Kia Connect App einen Überblick über den Ladefortschritt.

In Verbindung mit dem Ladeservice Kia Charge stehen mir hierzulande über 300.000 öffentliche Ladestationen zur Verfügung. Passende Station anfahren, Karte scannen und das Ladekabel mit dem Fahrzeug verbinden. Die Handhabe ist wunderbar einfach und sehr bequem. Die Abrechnungen erhalte ich über die Applikation monatlich und verschaffe mir eine transparente Übersicht über jeden einzelnen Ladevorgang. Kia Charge berücksichtigt darüber hinaus Lademöglichkeiten Zuhause. Mit verschiedenen Wallbox-Angeboten, reichen die Pakete bis hin zur Komplettlösung. Die den Rundum-Service und Stromkostennachweis für Firmenwagenfahrer beinhalten.

Sicherheit

Das Angebot an Sicherheitsassistenten konnte sich von Beginn an sehen lassen. Kia stattet die dritte Modellgeneration serienmäßig mit einem Frontkollisionswarner mit Bremseingriff, aktiven Spurhalteassistent oder einem Müdigkeitswarner aus. Auch der Fernlichtassistent zählt zum Umfang.

Im Modelljahr 2022 stockt Kia die Features um technologische Neuerungen und Erweiterungen bestehender Systeme auf. Arbeitet die Geschwindigkeitsregelanlage nun adaptiv und navigationsbasiert. Navigationsbasiert heißt, der Ceed reagiert auf nahende Kurven und Kreuzungen und drosselt die gefahrene Geschwindigkeit. Wenn gewünscht, reagiert das Auto auch auf geltende Tempolimits.

Im Test steht mir der neue Autobahnassistent unterstützend zur Seite. Der aktive Totwinkelassistent greift wenn nötig mit der Bremse ein und auch der hintere Querverkehrswarner beinhaltet nun eine Notbremsfunktion.

Der Müdigkeitswarner bietet im MY2022 den Ablenkungswarner bei stehendem Verkehr und die Rückfahrkamera kannst Du ergänzend beim Vorwärtsfahren aktivieren. Der Ausstiegswarner warnt Passagiere auf der Rückbank zusätzlich beim Öffnen der Türen. Erkennt das neue Ausstattungsmerkmal von hinten herannahende Verkehrsteilnehmer, seien es Autos oder Fahrradfahrer.

Nicht unerwähnt bleiben, sollen der Stauassistent und die Stop-an-go-Funktion sowie die Verkehrszeichenerkennung. Teil der Smart Cruise Control, reduziert diese das Tempo und bremst das Fahrzeug wenn nötig bis zum Stillstand ab. Fließt der Verkehr wieder, beschleunigt der Plug-in-Kombi selbstständig und tritt die Fahrt wieder an. Erkennt das System ein unbeabsichtigtes Verlassen der Fahrspur, greift der Kia Ceed Sportswagon mittels Lenkeingriff korrigierend ein. Der Frontkollisionswarner erkennt Fußgänger und Fahrradfahrer.

Das intelligente Parksystem unterstützt Sie beim Einparken. Während dies dem Fahrzeug in Parklücken längs und quer gelingt, hilft das System zusätzlich beim Ausparken, wenn es sich um Parkplätze in Längsrichtung handelt.

Elektrifizierte Modelle bergen die Gefahr von Fußgängern überhört zu werden. Zum Schutz derer ertönt bei niedrigen Geschwindigkeiten ein Motorsound und beim Rückwärts rangieren ein akustisches Signal.

Ausstattung/Kosten

Kia schränkt die Auswahl an Ausstattungen beim Plug-in Hybrid auf drei Angebote ein. Der Vision eröffnet das elektrifizierte Portfolio zu einem Preis von 35.690 Euro. Die Varianten Spirit und Platinum bauen darauf auf. Rangiert der Kia Ceed Sportswagon PHEV mit 37.590 Euro unter der 40.000er Marke, durchbricht das Topmodell diese mit 41.290 Euro.

Die Innovationsprämie zu beantragen lohnt sich. Senkt diese den Nettopreis um insgesamt 6.750 Euro. Wird der staatliche Zuschuss in Höhe von 4.500 Euro gewährt, wird der Herstelleranteil von 2.250 Euro bereits in dem ausgewiesenen Endpreisen berücksichtigt.

Nutzt Du den Kia Ceed Sportswagon PHEV als Dienstwagen, profitieren Sie zusätzlich von der 0,5 Prozent-Steueregelung. Der Koreaner zählt zu den voll förderfähigen Plug-in-Modellen.

Die Wallbox für Zuhause listet Kia mit 899,12 Euro. Die Ladestation mit 11 kW (3-phasig) Ladeleistung und 16A Stromaufnahme verfügt über ein fest angebrachtes Ladekabel mit einer Länge von 5 Metern. Es handelt sich um einen Typ2 Stecker. Die 400 Volt Starkstromanbindung mit separater Absicherung (Schutzschalter RCCB) am Zählerkasten ist für die Montage nur durch zertifizierten Elektro-Installationsbetrieb zulässig. Kia gewährt auf die Wallbox eine Garantie von 5 Jahren.

Ob Kleinwagen, Kompaktklasse oder SUV, unabhängig vom Segment, der Größe aber auch dem Antrieb, bietet Kia allen Käufern ein einzigartiges Garantiepaket. Die 7-Jahre-Herstellergarantie gibt Kia bis maximal 150.000 Kilometer, die ersten drei Jahre ohne Kilometerbegrenzung. Die 7 Jahre belaufen sich zudem auf die Komponenten des PHEV, Antriebsstrang und Batterie. Über einen Zeitraum von sieben Jahren gewährt Kia zudem ein Navigationskarten-Update.

Packt Kia fünf Jahre für den Lack obendrauf, bis maximal 150.000 Kilometer, gibt es gegen Rost sogar zwölf Jahre ohne Kilometerbegrenzung. Ein sicheres Gefühl vermittelt der koreanische Autobauer last but not least mit der zwei jährigen Mobilitätsgarantie.

Kia übertrifft die Mitbewerber jedoch nicht nur mit der Garantiezeit. Sie bieten ergänzend hierzu die Möglichkeit, den Garantieumfang beim Verkauf an den neuen Halter zu übertragen. Absolut einzigartig und ein entscheidender Faktor, der den Wiederverkaufswert des Fahrzeugs steigert.

Stand: Mai 2022; Test und Fotos: Lexi Lind

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