Autotest: Neuer Kia Sportage

Die Anfrage nach SUV im C-Segment wächst seit Jahren unaufhörlich. Allen Unkenrufen zum Trotz ist kein Ende in Sicht. Für Aufsehen sorgt nun die fünfte Generation Kia Sportage. Völlig neu und eindrucksvoll präsentiert sich uns das SUV im ersten Fahrbericht. Der aktuell im Handel eingeführte Kia Sportage weiß in der neuen Modellgeneration mit Mut, Innovationen und Wertigkeit im Segment neue Maßstäbe zu setzen. Das SUV legt einen Quantensprung hin. Es handelt sich um den ersten rein europäisch entwickelten Sportage, die Variante für den Weltmarkt wurde davon abgeleitet.

Karosserie/Design

Mit dem Vorgänger hat das neue SUV nichts mehr gemein. Die GT-Line ist für mich bei Kia gesetzt, unabhängig vom Modell. Hebt die sportliche Ausstattung das ohnehin dynamisch gezeichnete Design nochmals hervor. Highlights hat die Optik zahlreiche zu bieten. Angefangen bei den Scheinwerfern und Rückleuchten über den Grill bis hin zur Seitenlinie.

Das Heckdesign ist mir vom Kia EV6 vertraut, nun perfekt in die Karosserie eines SUV integriert. Der Diffusor unterstreicht das kraftvolle Heck.

Die GT Line Tigernase ist in Wagenfarbe gehalten, während die anderen Ausstattungen auf eine schwarze Kühlergrillgrafik setzen. Kennzeichnend und stets Serie, das LED-Tagfahrlicht in Bumerang-Form. Die in Verbindung mit den erhältlichen adaptiven Dual-LED-Scheinwerfern für einen unverkennbaren Look sorgen.

Das in Schwarz lackierte Dach hebt die sportliche Dachpartie zusätzlich hervor. Die Möglichkeit der Zweifarbenlackierung ist in der Baureihe neu. Das kontrastierende Dach kann mit neun Karosseriefarben kombiniert werden.

Der Kia Sportage zählt im Hause von Beginn an zu den SUV-Bestsellern. Während die Marke bei der globalen Modellversion auf einen deutlichen Längenzuwachs setzt, hält Kia bei unserer europäischen Ausführung an den Proportionen des Vorgängers nahezu fest. Mit 4.51 Meter in der Länge, 1.86 Meter breit und 1.65 Meter hoch, weicht das neue SUV geringfügig von den 4,48/1.85/1.64 Meter der vierten Generation ab. Der Radstand wächst um 10 Millimeter auf 2.68 Meter.

Innenraum/Kofferraum

Im Inneren angelangt, verdeutlicht der neue Sportage sofort, welchen Ansprüchen der Kia entspricht. Nun liegt es zweifelsohne an Volkswagen nachzuziehen. Die Wertanmutung sowie die optische Gestaltung hebt sich vom Wolfsburger Pendant gelungen ab.  Den Vergleich bezüglich dem äußeren Blechkleid sowie dem Cockpit stelle ich nicht an. Ist nichts subjektiver als der Geschmack.

Fest steht, Kia gelingt es hervorzustechen. Sowohl beim Design, als auch der Wertanmutung. Mit der neuen Ausrichtung des Cockpits folgt Kia dem Premiumanbieter Mercedes-Benz oder den neuesten Modellen aus dem Hause Opel. Ab der Variante Spirit wartet der Innenraum mit dem sogenannten Panoramadisplay auf. Die zwei großformatigen Displays scheinen zu einer Einheit zu verschmelzen und bestechen im Kia Sportage durch ihre hochauflösende Darstellung.

Fahrerorientiert, intuitiv und modern. Gespickt mit innovativen Technologien, verzichtet Kia in der neuen Modellgeneration auf analoge Rundinstrumente. Diese sind stets digital gehalten.

Das links positionierte volldigitale Kombiinstrument erstreckt sich über 31,2 Zentimeter. Ebenfalls 12,3 Zoll misst der Touchscreen ab der Ausstattung Vision (oder dem Plug-in-Hybrid) des Infotainment- und Navigationssystem. Dieser befindet sich rechts davon.

Die Schnittstelle ist zentral, übersichtlich und einfach in der Bedienung. Die Vielfältigkeit findet unter dem Touchscreen ihre Fortsetzung. Das Multi Mode Touch Display empfand ich bereits im vollelektrischen EV6 als cleveres Bedienelement. Diese Wandlungsfähigkeit sticht im Automobilbereich eindrucksvoll hervor. Legt Kia mit dieser Ausführung eine besonders ausgefeilte Lösung an den Tag.

Mit nur einem Fingertipp wechselt das Bedienfeld der Multi-Mode-Bedienleiste unterhalb des Displays von der Funktion Infotainment zur Einheit Klimaanlage. Im Zuge der Doppelbelegung reguliere ich über die haptischen Drehregler an den Seiten nun die Temperatur und nicht mehr die Songauswahl etc.

Die Online-Dienste Kia Connect sind mir bereits bestens vertraut und haben erneut einen tollen Eindruck hinterlassen. Die Services Kia Live, die Kia Connect App, das 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update sind ebenso positiv hervorzuheben wie die Karten- und andere Software-Updates die nun drahtlos „Over the Air“ stattfinden.

Mein Smartphone habe ich sofort mit dem Auto vernetzt und kann über den Touchscreen auf vieles zugreifen und steuern. Im Auto findet sich eine integrierte SIM-Karte die Daten abruft und aktualisiert. Die Online-Navigation bringt mich zuverlässig ans Ziel, Cloud-basierte Echtzeitinformationen mit historischen Verkehrsdaten garantieren eine präzise Prognose.

Teil des Angebotes sind des weiteren die Wettervorhersage, Warnung vor Gefahrenstellen und eine lokale Suche. Nahegelegene Parkmöglichkeiten inklusive Angaben zu Preisen und verfügbaren Plätzen lassen mich Trips in Großstädte entspannt entgegen sehen. Wird der Plug-in-Hybrid das Netz der Ladestationen inklusive Kompatibilität und Verfügbarkeit anzeigen, informiert mich der Mild-Hybrid heute über nahegelegene Tankstellen samt Kraftstoffpreisen.

Das der Hersteller Kia Live stetig weiterentwickelt und ausbaut, zeigt der neue Kia Sportage auf. Zu den Neuerungen zählt beispielsweise die Möglichkeit, die Kalender-Funktion in die Navigation zu integrieren. Diese Verknüpfung manövriert Sie direkt zum Ort des im Display angezeigten Termins.

Geplante Routen lassen sich selbstverständlich vorab von zuhause aus an das Navigationssystem des Kia Sportage senden. Von unterwegs aus, ist es mir zudem möglich das SUV zu orten sowie Fahrzeuginformationen und Diagnosemitteilungen abzurufen.

Ungeachtet der Motorisierung, setzt die serienmäßige „Letzte Meile“-Navigation die Routenführung per Smartphone fort, sollte ein abstellen des Sportage nicht am Zielort möglich sein. Liegt das Ziel in 200 bis 2.000 Metern Entfernung, geht eine Push-Benachrichtigung an die Kia Connect App. Nun wird die Navigation nahtlos via Google Maps fortgesetzt. Highlight, Sie können hierzu die Kamera Ihres Handys bemühen und die Navigationshinweise werden direkt in die Bilder eingeblendet.

Nutzerprofile kann man mit wenigen Klicks erstellen, in der Cloud speichern und bei Bedarf an andere Fahrzeuge, die über Kia Connect verfügen, transferieren. Sollten Sie in Erwägung ziehen, den Kia Sportage einer anderen Person zu überlassen, haben Sie die Möglichkeit im Valet-Modus den Touchscreen zu sperren. Die Kia Connect App hält darüber hinaus die Uhr- und Fahrzeiten, zurückgelegte Strecken und die Höchstgeschwindigkeit fest. Die gesamten Online-Dienste stehen ab dem Kauf sieben Jahre lang kostenfrei zur Verfügung.

Das Navigationssystem ermöglicht Mehrfachverbindungen via Bluetooth. Im Test konnten zwei mobile Endgeräte gleichzeitig in den Kia Sportage eingebunden werden. Die Smartphone-Schnittstellen Android Auto und Apple CarPlay sind für Kia ebenso selbstverständlich, wie die Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Spracherkennung oder der digitale Radioempfang DAB+.

Mit dem Soundsystem von Harman/Kardon bewegt sich Kia auf Premium-Niveau. Erhältlich ist die Anlage inklusive acht Lautsprecher, Zentrallautsprecher und Subwoofer optional für die Ausstattungen Spirit und GT-line.

Eine externe Endstufe und verschiedene moderne Klangtechnologien runden das Paket ab. Während Clari-Fi digital komprimierte Musik in Echtzeit rekonstruiert, erzeugt QuantumLogic aus jeder Mono-, Stereo- oder Mehrkanal-Signalquelle einen 7.1-Surround-Sound. Last but not least sorgt HALOsonic für ein akustisch optimiertes Motor-Feedback. Hiermit möchte Kia das Fahrerlebnis dynamischer gestalten.

Die individuell einstellbare Ambientebeleuchtung hat 64 Farben in petto und taucht das Interieur abhängig der Stimmung ins jeweilige Licht.

Die von mir favorisierte GT-line hebt sich durch Sitzbezüge mit einer Kombination aus Kunstleder und Veloursleder ab. Das unten abgeflachte Lenkrad mit GT-line-Emblem, eine Aluminium-Zierleiste am Armaturenbrett, Sportpedale, Einstiegsleisten mit Aluminium und ein schwarzer Dachhimmel runden den optischen Auftritt ab.

In Europa bietet Kia ausschließlich die kürzere Karosserie an. Wer daraus schließt, der Kia Sportage würde beim Innenraum Einschränkungen hinnehmen, irrt. Auf der Rücksitzbank nehmen Sitzriesen ebenso gerne Platz, wie vorn. Vier Großgewachsene stellen den Kia Sportage vor keine Probleme. Alle Passagiere reisen auf hohem Komfortniveau.

Da die neue Plattform speziell auf elektrifizierte Antriebe zugeschnitten ist, konnte bei der Plug-in-Hybrid-Version die Batterie mittig zwischen den Achsen in den Boden integriert werden.

Umklappen lassen sich die Lehnen der Fondsitze dreigeteilt im praktischen Verhältnis 40:20:40. Darüber hinaus lassen sich die Rücksitzlehnen in der Neigung variieren und der Sitzkomfort erhöhen. Die Möglichkeit, die Rückbank längs zu verschieben bietet der neue Sportage allerdings nicht. Diesen Vorteil gewährt wiederum der VW Tiguan.

Und auch beim Ladevolumen reicht der Koreaner nicht ganz an das Angebot aus dem VW-Konzern heran. Kaufentscheidend wäre für mich das geringfügige Plus nicht. Erweist sich der Kia Sportage mit seinem Stauraum sehr geräumig und verzeichnet gegenüber dem Vorgänger einen Zuwachs von bis zu 88 Liter. Abhängig von der Motorisierung variiert das Kofferraumvolumen.

Der Kia Sportage hält als 1.6 CRDi 526 bis 1.715 Liter bereit. Der Diesel muss sich den Mild-Hybrid-Benzinern Liter geschlagen geben, diese fassen 562 bis 1.751 Liter. Der Plug-in-Hybrid verzeichnet 540 bis 1.715 Liter. Leistungstechnisch unterlegen, hängt der Einstiegsbenziner ohne Mildhybrid-Technologie die elektrifizierten Antriebe mit 591 bis 1.780 Liter ab.

Kia setzt ab der Ausstattung Vision mit der in die Kopfstützen der Vordersitze integrierten Halterung für Kleiderbügel sowie den Haken in der Lehne auf Ideenreichtum. Ausstattungsabhängig finden sich seitlich USB-Anschlüsse.

An Ablagen für kleinere Gegenstände mangelt es dem Kia Sportage ebenfalls nicht. Die Möglichkeiten gestalten sich flexibel. Benötige ich beispielsweise die Getränkehalter nicht, klappe ich sie einfach via Tastendruck ein. In der Mittelkonsole bringt Kia abhängig von der Ausstattung eine induktive Ladestation mit 15 Watt unter. Entsprechende Smartphones lassen sich hier kabellos aufladen.

Komfort/Fahrwerk

Der speziell für Europa konzipierte Sportage entspricht auf Seiten des Fahrwerks bewusst unseren Ansprüchen. Die neue „N3“-Plattform bietet in Verbindung mit dem gewählten Fahrwerk eine harmonische Abstimmung.

Die MacPherson-Federbeine vorn und die Vierlenkerachse hinten wissen auch bei schlecht beschaffenen Straßen guten Fahrkomfort zu bieten. Auf der anderen Seite sagt mir die angenehm straffe Auslegung zu. Die einen sportlichen Ritt durch enge Kehren souverän meistert. Das Fahrverhalten gibt keinen Anlass zur Kritik und ist wunderbar ausgewogen. Die 19 Zöller federn im Test gut ab.

In der fünften Generation neu angeboten, die elektronische Dämpferkontrolle. Serienmäßig im GT-line und Teil des GT-line-Pakets beim Plug-in Hybrid vermittelt mir das Fahrzeug durch den kontinuierlichen Eingriff ein sicheres Gefühl.

Dieses verstärkt die elektronisch gesteuerte Servolenkung. Ein direktes und angenehm straffes Lenkgefühl zeichnen diese ebenso aus, wie die präzise Rückmeldung.

Mit der Doppelkupplung ausgerüstet, habe ich serienmäßig die Möglichkeit über „Drive Mode Select“ den Fahrmodus zu wechseln. Mir stehen im Test die Programme Comfort, Eco und Sport zur Wahl. Diese nehmen jeweils Einfluss auf das Ansprechverhalten des Motors, die Schaltcharakteristik und die Lenkung.

Der elektronisch gesteuerte Allradantrieb verteilt die Kraft abhängig vom Einsatz, der Fahrbahnbeschaffenheit und den Wetterbedingungen. Wird das Terrain zu rutschig, verteilen Sie das Drehmoment mittels „Lock“-Funktion gleichmäßig auf die Achsen. Im Kia Sportage Plug-in Hybrid verfügen Sie serienmäßig über die neue Funktion „Terrain Mode“. Diese beinhaltet die Einstellungen Snow, Mud, Sand.

Reduziert das System im „Snow“-Modus den Radschlupf, begrenzt das Programm „Mud“ das Hochschalten des Getriebes und der „Sand“-Modus verhindert ein eingraben der Räder.

Während der Plug-in Hybrid 1.350 Kilo gebremst an den Haken nehmen kann, ziehen die Benziner 1.650 Kilo. Mit einer Anhängelast von bis zu 1.950 Kilogramm übertrifft der Kia Sportage 1.6 CRDi in der Ausführung 2WD und Schaltgetriebe die anderen Versionen. Wer sein SUV als Zugmaschine nutzt, kann sich in allen Ausstattungen und Motorisierungen über die Gespannstabilisierungsfunktion freuen.

Motor/Getriebe

32 Prozent der verkauften Modelle entfallen bei Kia auf die EV und PHEV Antriebe. Setzt der Hersteller vermehrt auf elektrifizierte Antriebe, startet der neue Sportage zunächst mit dem Diesel und Verbrenner. Zwar stellt Kia dem Sportage erstmals einen Plug-in-Hybrid zur Seite, doch dieser folgt erst im April.

Kia bleibt dem Diesel treu und erfüllt Kundenbedürfnisse, die bereits andere Hersteller nicht mehr abdecken können. Eine Entscheidung, die ich sehr begrüße. Konzentriert sich Kia beim 1,6-Liter-Turbodiesel im deutschen Markt auf die Variante mit 136 PS, bieten die Koreaner bei den Benzinern die Versionen mit 110 kW /150 PS oder 132 kW/180 PS.

Am Ende bietet Kia mehr Auswahl als beim vorherigen Sportage-Modell und spart gegenüber den bisherigen Motoren CO2-Emissionen ein. Die von Beginn an zur Wahl stehende Motorenpalette ist an ein 48-Volt-Mildhybridsystem gekoppelt. Abhängig vom Motor mit Front- oder Allradantrieb erhältlich, stehen auf Seiten der Getriebeversionen ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen zur Auswahl. Beim Blick in die Preisliste fällt auf, die Basisausstattung ist ergänzend hierzu mit einem 1.6 T-GDI Einstiegsbenziner ohne Mildhybrid und mit Handschalter und Frontantrieb gelistet.

Zu meiner Spritztour habe ich im stärksten Benziner Platz genommen. Der 1.6 T-GDI in der Allradversionen ist serienmäßig mit dem 7-Stufen-DCT ausgestattet. Über die Schaltwippen am Lenkrad kann ich wenn gewünscht manuell in das Geschehen eingreifen. Da das Doppelkupplungsgetriebe die Arbeit im Test tadellos verrichtet, kam der Wunsch danach nicht auf.

Beim Handschalter handelt es sich um das sogenannte iMT. Das Schaltgetriebe verfügt über eine elektronisch gesteuerte Kupplung, bezeichnet als „Clutch-by-wire“. Der Motor wird bei Bedarf vom Getriebe entkoppelt. Durch diesen Segelmodus spart der Sportage Sprit ein.

Der Kia Sportage mit DCT kann ebenfalls Segeln. Nehme ich den Fuß vom Gas, schaltet sich der Benziner für kurze Passagen ab. Nun arbeitet der E-Motor und Kraftstoff wird eingespart. In den Tests nutze ich zahlreiche Segelpassagen, der Vorgang ging jeweils geschmeidig vonstatten.

Darüber hinaus schaltet die Technik den Verbrenner beim Ausrollen und Bremsen während der Fahrt automatisch ab. Vorausgesetzt die Batterie verfügt über genug Energie und ich befinde mich in einem Geschwindigkeitsbereich unterhalb von 30 km/h.

Die Aggregate mit dem Namenszusatz EcoDynamics+ beinhalten neben dem 12 kW starken Startergenerator und dem Gleichspannungswandler das 48-Volt-Bordnetz und den Lithium-Ionen-Akku.

Ein externes Laden ist dem künftigen Plug-in-Hybrid vorbehalten. Der Elektromotor agiert während der Fahrt unterstützend, den Verbrenner betreffend. Rufe ich volle Leistung ab, stellt mir der Mildhybrid zusätzliches Drehmoment bereit. Zudem lädt er im Lademodus die Batterie. Gewinnt der Kia Sportage beim Abbremsen, Ausrollen oder Bergabfahren Energie. Diese kinetische Energie wird in elektrische umgewandelt und im Akku gespeichert.

Dem Mildhybrid 1.6 T-GDI 180 4WD DCT attestiert Kia einen Sprintwert von neun Sekunden. Maximal wird das SUV 201 km/h schnell. Wer diese Fahrleistungen fordert, treibt den Kraftstoffverbrauch selbstverständlich in die Höhe. Kombiniert verzeichnet das Datenblatt einen Verbrauch von 7,1 Liter auf hundert Kilometer nach WLTP. Bei meiner ersten Ausfahrt pendelte ich mich laut Bordcomputer bei 7,7 Liter ein. Den CO2-Ausstoß beziffert Kia nach dem WLTP-Messzyklus mit 162 g/km.

Sicherheit

Die Armada an Sicherheitsfeatures und Fahrassistenten präsentiert sich in der fünften Generation so umfangreich, wie ich es von den vergangenen Neuheiten aus dem Hause Kia gewohnt bin. Zu einer meiner unveränderten Highlights zählt der aktive Totwinkelassistent. Gegenüber dem Vorgänger verfügt dieser nun auch im neuen Sportage über einen Lenk- und Bremseingriff und vor allen Dingen die Monitoranzeige.

Über diese habe ich den direkten Einblick in den jeweiligen toten Winkel. Setze ich den linken Blinker, erscheint im linken Rundinstrument der digitalen Instrumenteneinheit das gestochenscharfe und von der Kamera eingefangene Bild. Blinke ich rechts, agiert entsprechend die rechte Seitenkamera und fängt den Blick nach hinten ein.

Den Kia Sportage zeichnet eine sehr stabile und verwindungssteife Karosserie aus. Bis hin zu den Rückhaltesystemen inklusive sieben Airbags, darunter den neuen Mittenairbag. Das Sicherheitsniveau ist hoch und die Ausstattung umfangreich. Neben dem neuen Airbag, der zwischen den Vordersitzen montiert das Verletzungsrisiko bei einem Seitenaufprall reduziert, fährt der Kia Sportage mit einer Armada an Assistenten vor. Weiterentwickelte Hilfen sowie Neuheiten finden sich unter den Systemen.

So stattet Kia die fünfte Generation mit adaptiven Dual-LED-Scheinwerfern aus und rüstet das Auto mit einem neuen Autobahn-, Stau- und Auspark-Kollisionsvermeidungsassistent aus. Der Ausstiegsassistent, Insassenalarm und der im Plug-in-Hybrid verfügbare Remote-Parkassistent machen das Paket an Neuerungen komplett.

Weiterentwickelt präsentieren sich zudem folgende Sicherheitsfeatures: Der Frontkollisionswarner erweitert seine Funktionen um die Abbiegefunktion und Querverkehrerkennung. Die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage stehen dank der Stop-and-go-Funktion auch im Stau zur Seite und arbeitet darüber hinaus navigationsbasiert. Der Querverkehrwarner wurde um eine Notbremsfunktion erweitert.

Und als ob sich all das noch nicht gut genug liest, packt Kia von Haus aus einen Frontkollisionswarner mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, den Stauassistent, aktiven Spurhalteassistenten, intelligenten Geschwindigkeitsassistenten, Müdigkeitswarner, Fernlichtassistent, Insassenalarm und den Notruf-Service e-Call ins Auto. Diesen serienmäßigen Umfang baut der Plug-in Hybrid um diese Features aus: Autobahnassistent, Frontkollisionswarner mit Abbiegefunktion und Querverkehrerkennung sowie die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage.

Wer möchte, kann den neuen Kia Sportage bequem per Fernbedienung in enge Parklücken manövrieren und vorher aussteigen.

Ausstattung/Kosten

Mit der Edition 7 steigt Kia beim Sportage 1.6 T-GDI für 27.790 Euro ein. Es folgt der Vision mit dem 1.6 T-GDI EcoDynamics+ ab 33.090 Euro. Der Spirit baut ab 37.090 Euro darauf auf und bietet dem Kunden unter anderem das Panorama-Display. Die beiden Einstiegsmodelle verfügen über eine einfachere Ausführung eines digitalen Cockpits. Eine analoge Instrumenteneinheit findet man in der fünften Generation nicht mehr. Ein Aufrüsten des Panorama-Displays ist hier allerdings nicht möglich.

Die von mir favorisierte GT-Line ist ab 43.490 Euro erhältlich. Der gefahrene Testwagen mit dem 1.6 T-GDI mit 48 Volt Mildhybrid, Allrad und DCT verlangt mindestens 45.490 Euro.

Die vier Ausstattungslinien bauen jeweils aufeinander auf. Unabhängig von der gewählten Ausstattung, dürfen sich Käufer über sieben Jahren Garantie freuen. Mit dieser Preisgestaltung und dem Garantiepaket zeigt Kia abschließend nochmals auf, es ist der neue Kia Sportage der unter den Kompakt-SUV Maßstäbe setzt.

Stand: Januar 2022; Test und Fotos: Lexi Lind

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