Suzuki SX4 S-Cross Hybrid Allgrip

Der Suzuki SX4 feiert sein 15jähriges Jubiläum, anlässlich dieses Ereignisses stellt sich der Suzuki SX4 S-Cross unserem Test. Ist der Hersteller seit 2013 mit dem S-Cross im Segment der kompakten Crossover vertreten. Da sich gerade diese Klasse heutzutage großer Beliebtheit erfreut, ist es nicht verwunderlich das der neue Suzuki SX4 S-Cross Hybrid genau den Nerv der Zeit trifft. Bei Suzuki besteht die in der Fahrzeugklasse selten gesehene Option, dass Fahrzeug mit Allradantrieb zu erhalten.

Karosserie/Design

Den SUV-Style kreiert Suzuki mitunter durch das aussagekräftige Element am Kühlergrill – hier sind gut sichtbar, vertikalen Streben verbaut. Umrahmt wird dieser von den großen LED-Scheinwerfern und dem unteren Lufteinlass in Trapezform.

Abgerundet wird der Auftritt durch die auf 180 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit sowie die Applikationen an den Seitenschwellern und Stoßfängern. Ersteres gewährt einen angenehmen Einstieg und eine erhöhte Sitzposition.

Individualität in puncto Design gewährt Suzuki durch neun erhältliche Lackierungen, welche in Kontrast mit den silberfarbenen Elementen des SX4 S-Cross stehen.

Innenraum/Kofferraum

Der Suzuki SX4 S-Cross steht mit 4,30 Metern Länge kompakt dar, überrascht allerdings mit großem Innenraum. Innen Angekommen bietet der Suzuki SX4 S-Cross ein tatsächlich weites Raumgefühl mit zahlreichen Ablagefächern. Die Beinfreiheit ist auf jeder Sitzposition großzügig und gewährleistet Großgewachsenen wie mir einen entspannten Ausblick aus dem im Suzuki SX4 S-Cross Comfort+ verbauten Panorama-Glasschiebedach.

Der Innenraum gewinnt mitunter durch das viele Licht klar an Größe, auch wenn das Glasdach die Kopffreiheit etwas einschränkt, aber keineswegs einengt. Das Panoramadach bietet darüber hinaus eine frische Brise.

Ein gutes Raumgefühl bietet auch der Kofferraum, hat der SX4 S-Cross einiges zu bieten. Je nach Einstellung der Rücksitzlehnen erreiche ich im Japaner ein Stauvolumen von 430 bis 440 Liter. Sind diese umgeklappt steigt das Ladevolumen auf 1.269 Liter. Dank der 60:40 geteilten Rücksitzbank bietet das Crossover-Modell Flexibilität. Die variablen Einstellungen gehen schnell, einfach und mit wenigen Griffen von der Hand.

Unter dem Ladeboden bietet der Suzuki zusätzliche Staufläche – kann ich dort ´Dies und Das´ verstauen und vor Blicken schützen. Sollte mal etwas Hohes transportiert werden, kann ich eben diesen Boden entfernen und erziele die benötigte Tiefe. Genauso verhält es sich bei breiten Gegenständen und den Fächern an den Kofferraumseiten – Wände herausnehmen, fertig!

Mit dem gut erreichbaren 12-Volt-Anschluss, platziert im Kofferraum, bietet der Suzuki SX4 S-Cross zusätzlich eine Lademöglichkeit.

Egal ob Lang oder Breit – Beladen wird, dank des erhöhten Hüftpunkten, rückenfreundlich. Der Ein- und Ausstieg fällt entsprechend leicht aus. Die ausreichend großen Sitze bieten mit den Kontrastnähten ein optisches Highlight.

Suzuki greift die silberfarbenen Dekorelemente der Karosserie im Interieur wieder auf und so präsentieren sich die Armaturen, die Mittelkonsole und die Türen im gleichen Design. Eine schöne Verbindung zum Innenraum. Die klare Struktur und erfreulich wenigen Schaltern prägen das Cockpit.

Im Mittelpunkt steht das Infotainment mit dem sieben Zoll Display, welcher per Touchscreen zu bedienen ist. Die Steuerung ist Benutzerfreundlich, logisch und geht einfach von der Hand.

Zum Infotainment im Suzuki SX4 S-Cross Comfort+ gehören die Funktionen Audio inklusive Digitalradio DAB, das Navigationssystem und die Konnektivität mit dem Smartphone. Hier kann ich mich mit meinem Gerät schnell und einfach via Bluetooth oder USB-Kabel mit dem Bordsystem verbinden. Gewährleistet wird dies für die Betriebssysteme Android Auto und Apple CarPlay.

Per Sprachsteuerung lassen sich Online Suchanfragen ohne Probleme oder Störungen stellen und die Echtzeit-Verkehrsinformationen sorgt für eine optimierte Ankunftszeit.

Komfort/Fahrwerk

Überraschend Sportlich lässt sich der Suzuki SX4 S-Cross Boosterjet Hybrid Allgrip dank des Allradantriebs fahren und sich zudem an meine Bedürfnisse anpassen. Hier hat Suzuki einen Drehregler mit vier Variationen anzubieten. Entscheidet man sich für den Sport-Modus, so ändert sich zudem das Ansprechverhalten des Motors.

Im Modi „Auto-Modus“ bietet der SX4 S-Cross Vierradantrieb, wenn Traktion benötigt wird. Im Fokus steht zunächst der Vorderradantrieb und ein günstiger Spritverbrauch. Der Crossover treibt die Kraft bei mangelndem Schlupf stufenlos an die Hinterräder.

Das Kurvenverhalten ist spürbar knackiger. Sollten die Straßen rutschig sein empfiehlt sich der Modus Snow. Fahren Sie sich fest, hilft der Lock-Modus aus der „Patsche“. Durch die Differenzialsperre wird hier die Kraft im Verhältnis 50:50 auf die Achsen verteilt und gewährleistet wieder freie Fahrt.

Im leichten Gelände verhält sich der SX4 S-Cross Hybrid Allgrip souverän und macht einem Crossover alle Ehre. Zudem nimmt man den Allradantrieb dankend an, sollte zusätzlich ein Hänger benötigt werden. Hier verzeichnet der Suzuki SX4 S-Cross Boosterjet Hybrid Allgrip eine gebremste Anhängelast von 1.5 Tonnen.

Der Suzuki agiert komfortabel. Unebenheiten auf asphaltierten Straßen werden durch das Fahrwerk in der Regel sauber ausgeglichen und das Fahrerlebnis ist angenehm und lädt zu Langstrecken ein. Die Lenkung ist straff und willig.

Motor/Getriebe

Angeboten wird der SX4 S-Cross ausschließlich mit dem Mild-Hybrid 1.4-Liter-Boosterjet. Auf der Benziner-Seite verbaut Suzuki einen vierzylindrigen Turbobenziner mit einer Leistung von 95 kW und 129 PS. Auf der gegenüberliegenden Seite entwickelt das Aggregat ein maximales Drehmoment von 235 Newtonmeter und steht Dir bei 2.000 bis 3.000 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung.

In dem Mild-Hybrid-System integriert Suzuki ein Startergenerator ISG. Beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt der 10 kW starke Elektromotor den Benziner. Die 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie und ein DC/DC-Wandler, welcher für das Umwandeln der Spannung auf das 12-Volt-Bordnetz verantwortlich ist, ergänzen den Auftritt des Mild-Hybrid.

Der Mild-Hybrid senkt den Kraftstoffverbrauch. Laut Herstellerangaben senkt die Technologie den Spritverbrauch im Normzyklus auf 5,9 Liter. Gegenüber dem Suzuki SX4 S-Cross mit Allradantrieb spart der SX4 S-Cross Comfort mit Frontantrieb im kombinierten Messzyklus einen halben Liter ein. Den Werksangaben konnte ich mich in den Tests bis auf das Komma genau nähern.

Der CO2-Ausstoß wird von Suzuki für die Version mit ALLGRIP mit 132 Gramm CO2 pro Kilometer beziffert, nach WLTP sind es für den Fronttriebler 122 Gramm.

Der Suzuki SX4 S-Cross 1.4 Boosterjet Hybrid Allgrip präsentiert sich ist in der Akustik angenehm, läuft kultiviert und sorgt für eine gute Fahrleistung. In meinem Test harmoniert der Mild-Hybrid mit dem SX4 S-Cross und kann mit einer Maximalgeschwindigkeit von 190 Stundenkilometern glänzen. Von Null auf 100 ist der Japaner agil unterwegs. Er zieht spritzig los und hängt gut am Gas. Die Beschleunigung generell ist gleichmäßig, was der „Torque Boost“-Funktion und dem Mild-Hybrid zuzuschreiben ist. Der Turbolader spricht bei 2.000 Umdrehungen pro Minute an und ein unerwünschtes Turboloch bleibt aus.

Kombiniert wird der Mild-Hybrid mit einer 6-Gang-Handschaltung welche straff und exakt arbeitet, die Wege sind ausreichend kurz gemessen. Wahlweise steht das Getriebe auch in einer Automatik-Version zur Verfügung, dies hebt den Benzinverbrauch um 0,4 Liter auf hundert Kilometer.

Sicherheit

Für Suzuki ist Schutz mehr als nur die Bezeichnung „Total Effective Control Technology“. Im Falle eines Aufpralls werden beispielsweise Knautschzonen zur Energieaufnahme genutzt. Dabei wird die Rahmenstruktur, beziehungsweise die stabile Fahrgastzelle, genutzt um den Aufprall zu verteilen und so alle Insassen vor den Einwirkungen zu schützen. Zusätzlich und unabhängig von der Ausstattung, schützen Front-, Seiten- und Vorhangairbags. Speziell für den Fahrer existiert zusätzlich ein Knieairbag.

Aber damit es erst gar nicht so weit kommt, spickt Suzuki den SX4 S-Cross mit Fahrhilfen. Kollisionen werden in jedem Fall reduziert, können die radargestützte aktive Bremsunterstützung RBS und das ESP einen Aufprall nicht verhindern. Die Schwere eines Aufpralls mit einem weiteren Verkehrsteilnehmer schwächt das Auto durch selbstständiges abbremsen.

Systeme wie der adaptive Tempomat ACC überwachen während der Fahrt die Straße mittels Radar und halten automatisch den gewählten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Die integrierte Rückfahrkamera bietet mir die Überblick den Bereich hinter dem Fahrzeug betreffend. Gekoppelt an eine Einparkhilfe vorne und hinten, warnt der Suzuki akustisch und optisch vor Hindernissen, Pfeilern und Wänden.

Und damit der Suzuki SX4 S-Cross auch der Deine bleibt, hält die verbaute Alarmanlage Kleinfinger von einem Diebstahl ab.

Ausstattung/Kosten

Die drei zur Verfügung stehenden Ausstattungsvarianten des Suzuki SX4 S-Cross bieten jedem das Richtige. Die Linie Comfort+ ist die höchste Ausstattung und bringt alles mit, was Suzuki zu bieten hat.

Vom Audiosystem mit sieben Lautsprechern, Smartphone-Anbindung über ein Navigationssystem, Einparkhilfen vorne und hinten bis zu einer Sitzheizung vorne. Nicht zu vergessen natürlich das elektrische Panorama-Glasschiebedach, die verstellbaren Rücksitzlehnen und die elektrisch anklapp- und beheizbaren Außenspiegel.

Los geht es hier selbstredend schlüssellos via Keyless Start System und mit polierten 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Privacy Glass und einer Rückfahrkamera. Wahlweise mit sechs Gang Handschalter oder Automatik versehen. Der Aufpreis liegt bei 2.500 Euro.

Das Basismodell Suzuki SX4 S-Cross eröffnet in der Ausstattung Club die Preisliste mit 25.090 Euro. Das Topmodell ist mit 31.090 Euro gelistet, dazwischen rangiert die Version Comfort mit 26.290 oder 28.140 Euro.

Stand: Oktober 2021; Test und Foto: Lexi Lind

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