Kia Stinger GT

Die Marke Kia ist heute im deutschen Markt fest etabliert und blickt auf eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte zurück. Kia lässt sich in puncto Garantie, innovative Technologien, Design oder attraktives Preis-/Leistungsverhältnis nichts nachsagen, was die Neuauflage des KIA Stinger GT wieder eindrucksvoll unter Beweis stellt. Künftig wird der Kia Stinger hierzulande ausschließlich in der GT-Version angeboten und stellt sich unserem Test.

Karosserie/Design

Das Facelift des KIA Stinger GT erstreckt sich über 4,83 Meter und dominiert in seiner Optik eindeutig durch die lange Motorhaube. Die wunderschöne Designlinie des Modells besticht durch Ausgewogenheit, was durch den kurzen Frontübergang und dem gegenüberstehenden großen Überhang am Heck geschaffen wird und für eben diese Balance und unglaublich ästhetische Linienführung sorgt.

Abgerundet wird die Silhouette des Stinger GT von ganz besonderen Zierelementen an den vorderen Lufteinlässen, am Kühlergrill und an den seitlichen Kiemen. Diese sind in „Dark Chrom“ ausgeführt, was ebenfalls für die Außenspiegelkappen gilt.

Diese optischen Hingucker erfüllen allerdings zeitgleich, und genau genommen eigentlich hauptsächlich, den Zweck, die Aerodynamik des Fahrzeugs zu unterstützen. Ebenso wie der Diffusor im Heckstoßfänger. Besonders gut steht dem Heck auch die Auspuffanlage mit verchromten Twin-Endrohren, die wunderbar in der Heckschürze integriert sind.

Am Heck fallen an den neugestalteten Rückleuchten die Unterschiede zum vorherigen Modell auf. Sie ziehen sich nun über die gesamte Fahrzeugbreite und die hinteren Blinkleuchten verfügen über je zehn LED-Spots. Hinzu kommen im überarbeiteten Modelljahr 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit neuem Design.

Innenraum/Kofferraum

Im Inneren angekommen, empfängt Sie ein in feinstes Nappa-Leder gehüllter Sitz mit großartig ausgeprägten Seitenwangen und einer Oberschenkelauflage. Beides lässt sich perfekt einstellen und gewährleistet eine angenehme und niedrige Sitzposition. Dank der integrierten Memory-Funktion können Anpassungen abgespeichert werden und durch die vielfachen Einstellungsmöglichkeiten die auch das unten abgeflachte sowie beheizbare Sportlederlenkrad bereithält, findet sich schnell die perfekte Sitzposition. Summa Summarum serienmäßig, so dass KIA sein Versprechen, den Kunden an Position 1 zu stellen, mal wieder voll und ganz erfüllt.

Die optionale Veloursleder-Ausstattung mit roten Nähten an den Sitzbezügen und weiteren Interieurelementen sowie die geilen roten Sicherheitsgurte sind im Modelljahr 2021 neu. Dies gilt darüber hinaus für die Chrom- und Aluminium-Applikationen und die individuell einstellbare Ambientebeleuchtung. Die mit 64 Farben die Qual der Wahl bietet. Der selbstabblendende Innenspiegel präsentiert sich ab sofort rahmenlos.

Das Cockpit fährt mit einem gelungenen Premium-Flair auf. Bei Betrachtung des Türelements, wo feines Leder auf sehr angreiffreundliche Materialien trifft und sich schick gezeichnete Lautsprecher stimmig ins Bild einfügen kommt schnell ein wohliges Gefühl auf. Welches die drei runden Lüftungsdüsen oder die metallische Bedieneinheit in der Zentralkonsole abrunden.

Selbstredend ist auch die vorbildliche Verarbeitung aller Materialien. Im Zuge der Überarbeitung zählt der im Modelljahr 10,25 Zoll große freistehende Touchscreen inklusive Navigation zu den Eyecatchern. Er ragt oben aus dem Armaturenbrett heraus und präsentiert sich im rahmenlosen Design.

Ein hochwertiges Head-up-Display, und in diesem Modelljahr neu mit Hinweisen zu Tempolimits, fehlt nicht und ist sogar serienmäßig im KIA Stinger GT.

Die Supervision-Instrumenteneinheit kombiniert stilvoll analoge und digitale Anzeigen. So ist zwischen den großen Rundinstrumenten ein 7 Zoll-LCD-Display, der über diverse Fahrzeugeinstellungen informiert und eine Steuerung durch diverse Menüpunkte ermöglicht. Im Sportmodus springen die Anzeigen dieser Instrumenteneinheit um und die Geschwindigkeitsanzeige im Head-up-Display wechselt in eine kursive sportliche Anzeige. Zwar ein dezenter aber doch wirklich feiner Unterschied.

Fehlen darf heutzutage nicht die Möglichkeit, das Handy mit dem Auto zu vernetzen. Diese bietet KIA mit den neuen Online-Diensten UVO Connect Services auf eindrucksvolle Art und Weise. Die Schnittstelle über Android Auto und Apple CarPlay inklusive Sprachsteuerung ermöglicht sogleich Bluetooth-Mehrfachverbindungen. Somit kann man im neuen Modelljahr 2021 zwei mobile Geräte mit dem Fahrzeug verbinden. Die Split-Screen-Funktion unterteilt die Anzeige, die Sie mit den Widgets individuell konfigurieren kann.

Das Navigationssystem mit den Online-Diensten UVO Connect der „Phase II“ fährt im Modelljahr 2021 mit neuen Funktionen auf. Service Kia Live greift auf das Navi zu und ruft über eine eigene SIM-Karte Daten ab und aktualisiert diese ohne Ihr Zutun. Verkehrsinformationen in Echtzeit, Wettervorhersagen, Warnung vor Gefahrenstellen, die Suche nach „Points of Interest“ und die Anzeige nahe-gelegener Parkmöglichkeiten sind im Umfang ebenso inbegriffen, wie die Angaben zu Preisen und verfügbare Plätze.

Cloud-basierte Echtzeitinformationen mit historischen Verkehrsdaten liefern bei der Routenführung präzise Prognosen zu Fahr- und Ankunftszeit.

Mit der „Letzte Meile“-Navigation steht Kia über die Smartphone-App bis zu erreichen des Zielpunktes zur Seite. Ist es einem nicht immer möglich, das Fahrzeug dort abzustellen. So wird die Navigation per Google Maps und Smartphone fortgesetzt.

Ebenfalls neu ist die App-Funktion „Nutzerprofil-Transfer“. Persönliche Fahrzeugeinstellungen inklusive Navigations-, Radio- und Bluetooth-Präferenzen kann man mit seinem Handy ändern, in der Cloud sichern und wenn gewünscht auf andere, mit UVO Connect ausgestattete Modelle aus der Kia-Familie übertragen.

Die Online-Dienste stehen sieben Jahre lang kostenlos zur Verfügung. Und wer sich im Detail über die Online Dienste UVO Connect informieren möchte, dem empfehlen wir einen entsprechenden Bericht.

Und es wäre nicht KIA, wäre nicht auch das harman/kardon Premium Soundsystem serienmäßig. Für Konzertsound sorgt die Anlage mit 15 Lautsprechern inklusive Subwoofer unter den Vordersitzen. Als erstes Modell der Marke spendierte Kia dem Stinger das eigens entwickelte „Active Sound Design“. Anders als bisherige Systeme, verstärkt der Koreaner den Motorklang mit Hilfe dieser Soundanlage und nicht mittels Sound-Aktuator.

Gesellen Sie sich als Großgewachsener auf die Rückbank, büßen Sie zwar bedingt durch abfallende Dachlinie Kopffreiheit etwas ein, reisen aber fürstlich und werden von einer serienmäßigen Sitzheizung verwöhnt.

Die Gepäckstücke bringen Sie bequem im gut zugänglichen Kofferraum unter, hält der Stinger ein Ladeabteil mit einem Fassungsvermögen von 406 Liter bereit. Durch Umklappen der asymmetrisch geteilten Rücksitzlehnen kann das Stauvolumen im Handumdrehen auf bis zu 1.114 Liter vergrößert werden. Die sensorgesteuerte elektrische Heckklappe unterstreicht den Komfortanspruch und so kann man sich dem GT auch mit vollgepackten Taschen in den Händen nähern, öffnet sich die Kofferraumklappe automatisch und erlaubt ein ganz entspanntes Einladen.

Fahrwerk/Komfort

Per Definition beschreibt ein GT einen komfortablen und zeitgleich gut motorisierten Sportwagen und für den KIA Stinger GT können wir das ohne zu überlegen unterschreiben. Nicht nur seine Optik unterstreicht den Grand Turismo der er ist, auch das Fahrwerk betreffend erfüllt der Koreaner all unsere Erwartungen. Einerseits knackig sportlich-agil, trotz der fast zwei Tonnen die der GT auf die Waage bringt, und anderseits der ideale Cruiser mit höchstem Reisekomfort.

Je nach Gusto und Strecke haben Sie die Möglichkeit die Dämpfungs- und Handling-Eigenschaften des Fahrwerks elektronisch zu variieren. Die Einstellung erfolgt ganz einfach per kleinem Drehregler, dem sogenannten Drive Mode Selector System, bei dem man zwischen den Modi Smart, Eco, Comfort, Sport und Sport+ wählen kann.

Beeinflusst wird in der jeweiligen der fünf möglichen Einstellungen zudem die Lenkunterstützung. Bei der elektronisch unterstützten Servolenkung befindet sich der Elektromotor nebenbei bemerkt nicht an der Lenksäule, sondern direkt an der Zahnstange. Somit spricht die Lenkung mit variabler Lenkübersetzung wunderbar direkt an und gibt mir eine tolle Rückmeldung.

Hier hat Albert Biermann seine Finger im Spiel, seines Zeichens ehemaligen BMW M-Entwicklungschefs und heutiger Entwicklungschef bei KIA, der zusammen mit seinem Team die Abstimmung von Fahrwerk, Motor und Getriebe vorgenommen und diese unter extrem harten Bedingungen auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings ausgiebig erprobt hat.

Einen Ausflug auf die Rennstrecke lohnt sich mit dem neuen Stinger GT auf jeden Fall. Neben der serienmäßigen Hochleistungsbremsanlage, welche hinter den 19-Zoll-Felgen hervorblitzt und ihre Arbeit mit Bravour verrichtet, sich fein dosieren lässt und sofort anspricht, verfügt das GT-Modell über ein mechanisches Sperrdifferential. Je nach gewählten Fahrmodus ermöglicht dies Drifts und macht einen eben solchen Straßenring umso attraktiver.

Nice to know – das Topmodell ist mit Vierradantrieb unterwegs und das verbaute System arbeitet heckbetont, allerdings verteilt der Stinger im Sportprogramm die Power 40 Prozent nach vorn und zu 60 Prozent an die Hinterachse, was den Spaß auf der Rennstrecke zusätzlich unterstützt. Danke Kia Deutschland, für dieses großartige Fahrerlebnis.

Motor/Getriebe

Dem Partikelfilter geschuldet, verlor der GT ab dem MY2019 vier Pferdestärken und kommt seitdem auf 269 kW / 366 PS. Das Drehmoment des 3,3-Liter-V6-Twin-Turbo bleibt bei stolzen 510 Newtonmetern.

Von 0 auf 100 in 5,4 Sekunden. Selbst bei Tempo 180 zieht er noch beeindruckend los und lässt die deutschen Mitbewerber, dank der beim allradangetriebenen V6 von KIA spendierten Launch Control, sogar hinter sich. Während besagte Mitstreiter elektronisch bei 250 km/h eingebremst werden, zieht man mit dem KIA Stinger GT stolz und mit bis zu 270 km/h an ihnen vorbei.

Der Sechszylinder-Sound entfaltet sich beim Tritt aufs Gaspedal. Im aktivierten Sportmodus des Stinger GT dreht er sogar noch etwas mehr auf! Dieses Donner-Grollen, gerade bei Zwischensprints, einfach herrlich und purer Sportwagenflair. Im Modelljahr 2019 wurde die Geräuschkulisse bereits verfeinert und ist darüber hinaus mit einer Sportabgasanlage mit Klappensteuerung ausgestattet. Solche Fahrleistungen und Fahrqualitäten kannte man vor dem Stinger GT nicht von den Koreanern .

Bei normaler aber doch flotter Fahrweise pendelt sich der Verbrauch bei 13 Litern Super auf hundert Kilometer ein. Mit einer moderateren Pflege der Straßen sind die vom Hersteller angegebenen 10,4 Liter tatsächlich aufs Komma genau realisierbar.

Gut, dass Kia die Vernunft nicht aus den Augen verliert und so erfüllt der Motor im neuen Modelljahr 2021 die Euro 6d Norm, die nach dem neuen Messverfahren WLTP 238 g/km CO2 ausstößt.

Sicherheit

Der Kia Stinger GT verfügt im Modelljahr 2021 über erweiterte Assistenzsysteme. Neben einem Totwinkelassistent mit Lenk- und Bremseingriff sowie Monitoranzeige, der navigationsbasierten adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, dem intelligenten Geschwindigkeitsassistent, Autobahnassistent, Frontkollisionswarner mit Abbiegefunktion ist im neuen Modelljahr ein Querverkehrwarner hinten inklusive Notbremsfunktion, ein Müdigkeitswarner inkl. Ablenkungswarner bei stehendem Verkehr und Ausstiegswarner verbaut.

Ausstattung/Kosten

Der KIA Stinger GT spielt bei den Großen mit, positioniert sich in puncto Preissegment weit darunter. Preis-Leistung ist hier das Schlagwort!

So bekommen Sie für 57.900 Euro den KIA Stinger 3.3 T-GDI AWD GT und das lässt einen tatsächlich staunen, bei all den enthaltenen Features.

Erwähnt haben wir bei diesem Preis des GTs noch nicht, dass er optional mit der Nappa- oder Veloursleder-Ausstattung, dem Glasschiebedach oder der Performance-Sportgasanlage um die Ecke kommen kann.

Betonen möchten wir abschließend, dass KIA die einmalige 7-Jahre-Herstellergarantie bei jedem Fahrzeug aus dem Portfolio anbietet und in dieser Form immer noch unangefochten auf dem Automobilmarkt ist. Eine 7-Jahre-Kia-Mobilitätsgarantie und das 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update erhalten Sie noch oben drauf.

Stand: Mai 2021; Test und Fotos: Lexi Lind

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