Toyota C-HR 2.0 l Hybrid 4×2 Team Deutschland CVT

Das Toyota C-HR Facelift führt das polarisierende Design fort und setzt im aktuellen Modelljahr auf ein alternativ erhältliches Hybridaggregat mit 184 PS. Umweltfreundlicher, dynamischer und innovativer ging das Coupé-SUV auch in Sachen Konnektivität einen entscheidenden Schritt nach vorn.

Karosserie/Design

Die Verantwortlichen bewahren den bekannten Look des Toyota C-HR erfreulicherweise auch im neuen Modelljahr 2020. Das Crossover-Modell reiht sich im Segment der C-SUV ein und schwimmt mit seinem extrovertierten Äußeren definitiv gegen den Strom.

Die Spoilerlippe ist nun in Wagenfarbe lackiert und das markante Tagfahrlicht stellt ein eigenständiges Lichtelement oberhalb der Hauptscheinwerfer da und umfasst die Blinker. Die Nebelleuchten rücken im Frontstoßfänger ganz nach außen. Der vordere Lufteinlass konnte somit größer bzw. breiter ausgeführt werden.

Wandert der Blick zum Heck, fällt die neue LED-Gestaltung der Rücklichter auf. Die Blinker mit progressivem „Lauflicht“ sorgen für einen weiteren Eyecatcher.

Die glanzgedrehten Felgen zählen zu den weiteren Modifikationen des Modelljahres 2020 und treffen beim neuen Toyota C-HR auf drei neue Lackierungen. Neben dem blausilbern schimmernden Sodalithblau, hat der japanische Hersteller ein neuen Rot-Ton und ein knalliges Orange ins Sortiment aufgenommen. Die zwei erhältlichen Zweifarblackierungen verleihen dem SUV einen nochmals individuelleren Look.

Innenraum/Kofferraum

Im Innenraum verbaut Toyota im Modelljahr 2020 neue Materialien, deren Qualitätsanmutung gefällt. Die Team Deutschland Versionen kennzeichnen Elemente und Kontrastnähte im speziellen Sodalithblau. Der Mix an Dekorelementen und Musterungen ist allerdings reichlich. Unverändert ragt der 8-Zoll-Touchscreen aus dem Armaturenträger heraus.

Die Bedienung gelingt sowohl über den Touchscreen wie auch über Tasten und Drehregler. Toyota geht die Volldigitalisierung manch anderer Mitbewerber im Toyota C-HR noch nicht mit. Die Konnektivität präsentiert sich im gelifteten Modell dennoch verbessert.

Die Möglichkeit das eigene Smartphone via Android Auto oder Apple Carplay mit dem Fahrzeug zu vernetzen ist endlich möglich, hat Toyota bis zum Modelljahr 2020 tatsächlich auf diese Möglichkeit verzichtet.

Die Onboard-Internetverbindung ermöglicht zahlreiche Konnektivitätslösungen und realisiert zudem den automatischen Notruf e-Call.

Das Multimedia-Navigationssystem stellt jederzeit das neueste Kartenmaterial zur Verfügung, ohne diese extra herunterladen zu müssen. Die Updates erfolgen über die Internetverbindung des vernetzten Smartphones.

Unter der Bezeichnung „MyT“ fasst Toyota diverse Connected Services zusammen. Mittels entsprechender App kann direkt über das Handy diese Funktionen angesteuert und bedient werden. Und das auch aus der Ferne. Geplante Routen können von Zuhause aus an das Navigationssystem im Auto gesendet oder das Fahrzeug geortet werden. Wartungserinnerung und Online-Terminvereinbarung für Inspektionen werden bequem an das Smartphone gesendet. Während der sogenannte „Hybrid-Trainer“ die Fahrweise analysiert und personalisierte Hinweise gibt um die Kraftstoffeffizienz und den Elektroanteil zu steigern.

Das gegen Aufpreis verfügbare JBL Soundsystem wurde auf den C-HR zugeschnitten und gibt über einen 8-Kanal-Verstärker mit 800 Watt Spitzenleistung und neun Lautsprechern sowie zwei vorderen Subwoofern und einen im Gepäckraum feinsten Sound auf die Ohren. Mit der enthaltenen Clari-Fi Musik-Wiederherstellungs-Technologie werden auch komprimierte Musik-Dateiformate in Spitzenqualität wiedergegeben.

Die Sitze sind groß dimensioniert, straff gepolstert und bietet guten Seitenhalt. Während wir im Vorgänger die fehlende Höhenverstellung am Beifahrersitz bemängeln mussten, schafft das Facelift diesbezüglich Abhilfe. In Verbindung mit der Lederausstattung, ist das Gestühl vollelektrisch verstellbar.

Mit 1.80 Meter nimmt man auf der Rücksitzbank sehr bequem Platz, der Beinraum ist wahrlich üppig. Lediglich die Kopffreiheit neigt sich bei einem aufrechten Sitz langsam dem Ende. Beim Ein- und Ausstieg wird es für den Kopf schon ungemütlicher, besteht an der stark abfallenden Dachlinie Anstossgefahr. Die hinteren Türgriffe sind beim Toyota C-HR seit jeher optisch versteckt.

Mit einem Kofferraumvolumen von 377 Liter geht der Nutzwert zu Lasten der Optik. Durch umlegen der Rücksitzlehnen ist das Gepäckabteil zumindest auf 1.160 Liter erweiterbar. Die entstehende hohe Stufe wie auch die sehr hohe Ladekante stoßen wiederum negativ hervor. Die Rundumsicht im Toyota C-HR war und ist schlecht.

Komfort/Fahrwerk

Der C-HR vermittelt schon rein optisch eine sportliche Performance und kann mit dynamischen Fahrqualitäten aufwarten. Das Facelift erhält zum Vorgänger ein überarbeitetes Aufhängungssystem und basiert auf der GA-C-Plattform. Der neue 2,0-Liter-Hybrid bekommt außerdem andere Stoßdämpfer spendiert. Dank der direkten Lenkung manövrieren wir uns spielend auch durch enge Kehren, dabei bewahrt sich das Fahrzeug eine souveräne Straßenlage.

Motor/Getriebe

Mit gerade mal 122 PS strotzt der kleine Hybrid mit dem bewährten 1.8 Liter Benziner nicht vor Kraft. Im Toyota C-HR des Jahrgangs 2020 hast Du alternativ zum 1.8-l-VVT-i nun die Wahl, auf den 2,0 Liter großen Hybrid Dynamic Force auszuweichen. Basierend auf einem neuen Benziner mit 2,0 Liter Hubraum und 112 kW / 152 PS erreicht der Toyota C-HR im Zusammenspiel mit dem Elektromotor eine Systemleistung von 135 kW / 184 PS.

Mit 62 PS mehr präsentiert sich der C-HR 2.0-l-VVT-i einerseits kraftvoller und kann auf der anderen Seite mit einer höheren Effizienz glänzen. Das bewährte 1,8-Liter-System kommt lediglich mit 10 Prozent weniger Kraftstoff aus und das bei dieser Leistungssteigerung. Der kombinierte Verbrauch für den von uns gefahrenen Toyota C-HR 2.0 l Hybrid 4×2 CVT ist von Toyota mit vier Liter auf hundert Kilometer angegeben.

Der Messwert wurde anhand des WLTP-Zyklus ermittelt und zu Vergleichszwecken auf NEFZ-Bedingungen zurückgerechnet. Somit liegen wir mit den im alltäglichen Fahrbetrieb mühelos erreichten 5,5 Liter nah am WLTP-Wert von 4,9 Liter. Der CO2-Ausstoß beläuft sich auf 111 g/km nach WLTP. Nach NEFZ unterschreitet der Toyota C-HR mit 86 g/km die 100 g Marke.

Der Elektromotor entwickelt 80 kW und sorgt mit 202 Newtonmeter für den Extraschub und zunächst geht es auch rein elektrisch los. Doch schon nach wenigen Metern setzt der Benziner ein, auch bei sehr gelassener Fahrweise. Unter Volllast erreichen wir wiederum nach 8,2 Sekunden Tempo 100. Maximal sind 180 km/h möglich.

Wäre da nur nicht das CVT-Getriebe. Während manch Hersteller dem nervigen Gummiband-Effekt mit simulierten Gängen entgegenwirkt, finden wir im CR-V ein stufenloses Schaltgetriebe vom alten Schlag vor. Bei Tritt aufs Gaspedal bekommen wir somit keine Beschleunigungsorgien präsentiert, sondern erst mal lediglich einen laut aufschreienden Motor zu hören und die Drehzahlen schnellen nach oben. Selbst als sportlich ambitionierter Fahrer legt man gerne eine gelassene Fahrweise an den Tag und erfreut sich an einem angenehmen Cruiser.

Sicherheit

Die Funktionen von Toyota Safety Sense helfen das Risiko von Unfällen zu reduzieren oder gar zu verhindern. Zur Grundausstattung zählt das Pre-Crash Safety System (PCS) inklusive Fußgängerschutz, die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, der Spurwechsel-Warner, Fernlicht-Assistent und die Verkehrszeichenerkennung.

Wer sich für höhere Ausstattungsvarianten entscheidet, findet in seinem Toyota C-HR darüber hinaus folgende Assistenzsysteme: adaptives Frontlichtsystem, Einparkhilfe und Querverkehrs-Assistent RCTA mit aktiver Bremsunterstützung.

Der Front-Kollisionswarner setzt auf optische und akustische Signale, während der Pre-Collision Bremsassistent zusätzliche Bremskraft bereit stellt. Bleibt eine Reaktion jedoch aus, bremst der autonome Notbremsassistent bis hin zur maximalen Verzögerung.

Ausstattung/Kosten

Mit der Business Edition spricht Toyota Geschäftskunden an und bietet den C-HR zu Preisen ab 30.013,78 Euro an. Für Privatkunden geht es mit dem Flow los. Das Einsteigermodell ist jedoch ausschließlich mit dem 1.8 l VVT-i kombinierbar und startet bei 28.892,77 Euro.

Die Ausstattungsvielfalt im Modelljahr 2020 beschränkt sich beim stärkeren Mild-Hybrid auf die erwähnte Business-Edition, die Topversion Lounge ab 35.375,13 Euro und die von uns gefahrene Team Deutschland Variante. Angelehnt an das Sponsoring des deutschen Olympia-Teams durch Toyota hat der C-HR dann die 18″-Leichtmetallfelgen, LED-Scheinwerfer, das Privacy Glas, beheizbares Lenkrad, Klimaautomatik, Smartphone-Integration, Toyota Touch Multimediasystem mit Rückfahrkamera u.v.m. an Bord.

Der Toyota C-HR 2.0 l Hybrid 4×2 Team Deutschland verlangt mindestens 33.328,07 Euro. Der 1.8 l Mild-Hybrid wäre 1.949,58 Euro günstiger, beide Motoren sind an das stufenlose Automatikgetriebe gebunden und fahren als 4×2 vor.

Stand: November 2020; Test und Fotos: auto-reise-creative

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