Kia Stonic mit Mild-Hybrid

Wer einen Blick zu Kia Deutschland wirft, dem fällt auf, der koreanische Autobauer ist mit sechs Fahrzeugen unter den SUV breit aufgestellt. Die zudem eine konsequente Elektro-Strategie verfolgen. Ob als Mild-Hybrid, Plug-in-Hybrid oder rein elektrisch. In der zum Modelljahr 2021 überarbeiteten Version ist der Kia Stonic mit Mild-Hybrid-Technologie erhältlich und stellt sich in genau dieser Ausführung unserem Test.

Karosserie/Design

Der neue Stonic gibt Ihnen die Möglichkeit, alleine bezüglich der farblichen Außenwahrnehmung aus zwanzig Kombinationen zu wählen. Geschuldet den zahlreichen Lackierungen in Kombination mit den kontrastierenden Dachfarben. Und hier sind wir gerade mal bei der Farbgestaltung!

Denn gehen wir weiter zum Design, überzeugt der Kia Stonic ´21 durch Offroad-Charme. Wenn auch nur optisch, denn mangels Allradantrieb ist dieser für den Einsatz im rauen Gefilde nicht geeignet. Allerdings ist dieser 4×4-Antrieb in der Klasse der Crossover-SUV bei potenziellen Käufern von so geringem Interesse, dass Kia sich das zu Recht gespart hat.

Lifestyle zählt beim Kunden und dem wird Kia absolut gerecht und setzt mit der seit Januar 2021 erhältlichen GT Line ein Highlight.

Kleinere Veränderungen bringt der neue Stonic optisch an Front und Heck mit, was an der verbleibenden Ausstattung nicht zu erkennen ist. Die Front zeichnet sich durch die für Kia charakterisierende Kühlergrill-Tigernase aus, die in der GT Line schmaler geschnitten ist. Sie glänzt, oder eben nicht, durch eine in satinierte Zierleiste aus Chrom, sowie einer anderen Oberfläche gegenüber den anderen Modellen. Ein breiterer Lufteinlass mit einem Wabengitter prägen die vordere Ansicht der Kia Stonic GT Line Modelle, neben weiteren Chromelementen und Zierleisten in Metalloptik.

Die eventuell gewählte Zweifarblackierung greift Kia gegebenenfalls in den Einfassungen der Lüftungsschlitze unterhalb des Kühlergrills wieder auf und lässt diese in der zweifarbigen Ausführung aus dem Werk rollen. Apropos, der Kia Stonic fährt in dieser Ausführung auf speziellen Leichtmetallfelgen in 17 Zoll und mit Außenspiegel in Klavierlackschwarz vor.

Die LED-Scheinwerfer inklusive horizontal verlaufenden Tagfahrleuchten in LED sowie die Nebelscheinwerfer sind Serie. Dem Heck spendieren die Designer in der sportlichen Ausstattung einen neuen Stoßfänger mit Diffusor-Optik und Doppelauspuffblenden.

Innenraum/Kofferraum

Das Cockpit wirkt aufgeräumt, funktional gestaltet und optisch ansprechend. Kia hat es in seinem Stonic geschafft, sich eine hochwertige Anmutung zu bewahren, trotz dem Verbau von Hartplastikelementen. Vermutlich gerade weil der Hersteller diese mit neuen Materialien am Armaturenbrett und der Türverkleidung kombiniert.

Die Steigerung der Anmutung liegt zudem an solch Neuerungen wie dem größeren Display der Supervision-Instrumenteneinheit, welche bis zu 10,7 Zentimeter groß sein kann. Farbe bringt Kia mit der Option ins Spiel, Sie aus peppigen Farben für die Zierleisten des Armaturenbretts, der Mittelkonsole und die der Sitzbezüge wählen zu lassen.

In der getesteten Variante besticht der Kia Stonic durch schwarze Sitzbezüge in einer Stoff-Leder-Kombination mit weißen Ziernähten.

Die weißen Nähte lässt Kia am unten abgeflachten Sportlederlenkrad wieder auftauchen. Im Fußraum empfangen uns Aluminium-Sportpedale.

Top vernetzt sind Sie mit einem acht Zoll Touchscreen und dem Infotainmentsystem. Durch die Split-Screen-Funktion bietet Kia eine dreifache Unterteilung des Displays, und die damit einhergehende Anzeige von verschiedenen Funktionen. Natürlich erlaubt das System eine Vernetzung mit mehreren Endgeräten via Bluetooth die Sie über die Freisprecheinrichtung, und somit per Spracherkennung, steuern können.

Schnell connected dank Android Auto und Apple CarPlay auch sehr schnell und kann sofort über den verbauten Touchscreen Apps steuern. Die Smartphone-Integration wie der digitale Radioempfang (DAB+) sind in allen Kia Stonic enthalten.

Entscheiden Sie sich für das Navigationssystem inklusive 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update, können Sie sich auf UVO-Connect freuen. Hier erhält man, zusammen mit dem Service Kia Live, ein All-Inclusive-Angebot!

Eine Cloud-basierte Online-Navigation, Echtzeit-Verkehrsinformationen, Wetterprognosen und die Anzeige von Parkmöglichkeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit. Und möchten Sie Ihren Trip von zuhause aus planen, gelingt Ihnen das über die UVO-App.

Ist die angezeigte Parkmöglichkeit nicht direkt vor dem Ziel, beendet die „Last Mile“-Navigation die Routenführung über das Handy. Das Sie kabellos im Stonic laden können.

Für Kia gehen Komfort und Platz Hand in Hand und so haben die Verantwortlichen eindrucksvolle Raumverhältnisse aus der kompakten Karosserie geschöpft! Die Beinfreiheit im Fond überrascht und im Test stoßen wir im Kopfbereich nicht an die Grenzen. Trotz dem dynamischen Dachverlauf, den Kia für den Stonic gewählt hat.

Ohne Umlegen der Rückbank lassen sich im Kofferraum 352 Liter verstauen. Mit wenigen Handgriffen lässt sich das Volumen auf 1.155 Liter vergrößern. Der in zwei Höhen verstellbare Ladeboden schafft Flexibilität.

Komfort/Fahrwerk

Der neue Stonic erlaubt hohe Geschwindigkeiten in Kurven, selbst bei Straßennässe. Die kleinen Schwächen bei groben Schlaglöchern sind ihm verziehen, leidet der Fahrspaß in keiner Weise darunter. Somit überzeugt die in 2021 ins Rennen geschickte Neuauflage und wird der Erwartung an ein Crossover-Modell gerecht, die schließlich zwei Fahrzeuggattungen, sei es optisch wie auch fahrerisch, miteinander kombiniert. Das „Drive Mode Select“ lässt ein schnelles Wechseln zwischen den Modi Eco, Normal und Sport zu.

Motor/Getriebe

Kia launcht mit dem neuen Stonic 1.0 T-GDI 120 ein 48-Volt-Mildhybridsystem und reduziert so aktiv die Motorlast, verbessern auf diese Weise die Kraftstoffeffizienz und reduziert die CO2-Emissionen. Im Falle der Elektrifizierung des neuen Kia Stonic EcoDynamics+ um glatte zehn Prozent, was einem Ausstoß von 102 Gramm pro Kilometer CO2 entspricht.

Das Mild-Hybrid-Konzept kombiniert einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor und macht zusammen mit der 48 Volt-Batterie eine Energierückgewinnung möglich – bei Kia als „EcoDynamics+“ betitelt.

Sobald Sie abbremen, bergab fahren oder das Fahrzeug ausrollen lassen, wird im Auto Energie erzeugt, gespeichert und dem Kia Stonic effizient zurückgeführt. Ziel ist, die Abschaltphasen des Motors zu verlängern, was dem neuen Kia Stonic 1.0 T-GDI EcoDynamics+ wunderbar gelingt.

Zudem ist ein Startergenerator integriert, welcher den Benzinmotor bei Beschleunigungen unterstützt. Bei schonender Fahrweise konnten wir einen Kraftstoffverbrauch von 4,5 Liter auf 100 Kilometer erreichen.

Kombiniert ist der Benziner mit dem neuen intelligenten Schaltgetriebe iMT und alternativ haben Sie die Möglichkeit, den neuen Stonic mit dem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe DCT auszurüsten.

Optimiert wurde im Modelljahr 2021 erfreulicherweise auch das Start-Stopp-System. Bis dato war das System lediglich bei betätigter Kupplung und im Leerlauf aktiv. Heute schaltet sich der Motor durch die neue 48-Volt-Technologie bereits ab, wenn Brems- und Kupplungspedal gleichzeitig gedrückt sind.

Und dank dem neuen Schaltgetriebe iMT wird das Sparpotenzial beim Verbrauch zusätzlich erhöht. Dieses intelligente Schaltgetriebe verfügt über eine elektronisch gesteuerte Kupplung. Sprich das iMT entkoppelt den Motor eigenständig vom Getriebe, sobald der Benziner nicht aktiv arbeitet. Sie das Gaspedal nicht bemühen. Das Betätigen des Gaspedals, der Bremse oder das treten auf die Kupplung hingegen, lässt den Benzinmotor augenblicklich und automatisch wieder anspringen. Der sogenannte Segelmodus wird im Stonic zudem durch das siebenstufige DCT realisiert und ist bis zu 125 Stundenkilometern möglich.

In Sachen Beschleunigung zählt der Kia Stonic 10,4 Sekunden um von 0 auf 100 Stundenkilometer zu kommen. Und fährt mit einer Maximalgeschwindigkeit von 185 Kilometer pro Stunde vor. Unabhängig vom Getriebe.

Der Dreizylinder im neuen Kia Stonic 1.0 T-GDI bewahrt sich seine Kultiviertheit und Sparsamkeit selbst unter Vollgas und gewährleistet Elastizität bis in die hohen Gänge.

Zum Modelljahr 2021 finden Sie alle Motorisierungen im Fahrzeug inklusive einer Modernisierung vor. So kommt der Kia Stonic neben der neuen Topmotorisierung 1.0 T-GDI mit 88 kW/120 PS und Benzin-Mildhybrid auch in der 1,0-Liter Turbobenziner Variante mit 1.0 T-GDI 100, 74 kW und 100 PS um die Ecke. Im Vergleich zum Vorgänger wartet der Motor im SUV mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe auf, was bisher für den Handschalter nur mit fünf Schaltstufen verfügbar war. Das Einstiegsmodell für das Crossover-SUV Kia Stonic ist der 1,2-Liter Saugbenziner, welcher 62 kW/ 84 PS mit Fünfgang-Schaltgetriebe leistet.

Sicherheit

Im Bereich Sicherheit geht Kia mit dem neuen Stonic mit Innovationen an den Start. Verbaut der Koreaner einen autonomen Notbremsassistenten, der bis zu einer Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometer Fahrzeuge und Fußgänger erkennt und gegebenenfalls reagiert, ist von Ihrer Seite aus eine Bewegung nicht zu erkennen.

Ein aktiver Spurhalteassistent lenkt mit einem korrigierenden Eingriff gegen und richtet die Aufmerksamkeit somit wieder auf die Straße. Das Alles zusammen mit einem Fernlichtassistent, welcher die Fahrbahn ausleuchtet und entgegenkommende Fahrzeuge berücksichtigt. Zudem fährt der Kia Stonic bei Bedarf mit einem Spurwechselassistenten, einer Geschwindigkeitsregel- / Geschwindigkeitsbegrenzeranlage sowie dem Frontkollisionswarner vor.

Im Modelljahr 2021 baut Kia bei den Modellen mit Automatik dieses Assistenzspektrum weiter aus. So finden sich dort des Weiteren eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, der Toter-Winkel-Warner und ein Querverkehrswarner mit Bremseingriff.

Ob nun Automatik oder Schaltgetriebe, in beiden Variationen ist im neuen Stonic eine Verkehrszeichenerkennung verbaut. Der Frontkollisionswarner erkennt zudem Radfahrer und der Müdigkeitswarner ist selbst bei stehendem Zustand aktiv. Bleibt in einer Stausituation eine Reaktion aus, erfolgt ein Warnhinweis.

Ausstattung/Kosten

Der 1.2 Benziner in der EDITION 7 stellt ab 16.550 Euro das Einstiegsmodell dar. Gefolgt von den Ausstattungslinien Vision, Spirit und Platinum Edition. In 2021 ist die GT Line neu erhältlich. Diese Sportausführung des Kia Stonic wird ausschließlich in Kombination mit dem 1.0 T-GDI 120 inklusive 48-Volt Mildhybrid angeboten – als neues und intelligentes Schaltgetriebe iMT oder auf Wunsch mit einem Doppelkupplungsgetriebe. Für 24.450 oder 25.800 Euro.

All das mit der 7-Jahre-Herstellergarantie, inklusive der Mobilitätsgarantie, was in der Automobilbranche ein einzigartiges Qualitätsversprechen Seitens Kia ist und sich bis jetzt kein Zweiter traut seinen Kunden zu garantieren!

Stand: Mai 2021; Test und Fotos: Lexi Lind

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