Hyundai Tucson Plug-in-Hybrid im Kurztest

In einer kurzen Ausfahrt hatten wir die Möglichkeit, den Plug-in-Hybrid im Hyundai Tucson zu erfahren. Die vierte Generation des Mittelklasse-SUV präsentiert sich in diesem Fahrbericht ausführlich, heute rückt der Plug-in-Hybrid in den Fokus.

Das Kompakt-SUV wird im Bereich der elektrifizierten Antriebe als 48-Volt-Hybrid, Vollhybrid und erstmals als Plug-in-Hybrid angeboten. Der Hyundai Tucson Plug-in-Hybrid nimmt die Rolle der stärksten Variante in der Motorenpalette ein. Die Motorenalternative besteht aus der Kombination neuer Turbomotor mit Benzindirekteinspritzung, dem 1,6-Liter T-GDI Smartstream sowie einem 66,9 Kilowatt starken Elektromotor. Dessen Lithium-Ionen-Polymer-Batterie bietet eine Kapazität von 13,8 Kilowattstunden.

Dem Hyundai Tucson Plug-in-Hybrid steht eine Systemleistung von 195 kW (265 PS) und 350 Nm maximales Drehmoment zur Verfügung. Nach WLTP legt das elektrifizierte SUV bis zu 74 Kilometer rein elektrisch zurück. Den Benzinverbrauch beziffert der Hersteller mit 1,4 Liter auf hundert Kilometer. Diese Verbrauchswerte konnte ich während meiner ersten kurzen Ausfahrt allerdings nicht. Um die Werte von Hyundai belegen zu können, benötigt es einen ausführlichen Test. Den Stromverbrauch verzeichnen die technischen Daten mit 17,7 kWh/100km im kombinierten Zyklus. Die CO2-Emission in g/km liegen kombiniert bei 31.

Wie der Tucson Hybrid, ist das Modell mit Plug-in-Hybrid stets an eine Sechsstufen-Automatik gekoppelt. Ergänzend hierzu verfügt das SUV mit Stecker über den Hyundai HTRAC Allradantrieb.

Der elektrifizierte Antrieb spielt darüber hinaus bei der Beschleunigung von unten heraus seine Stärken aus. Die Kraft des Elektromotors steht aus dem Stand heraus voll bereit und entlocke ich dem Tucson PHEV die volle Leistung, zieht das SUV vehement ab. In 8,2 Sekunden geht es bestenfalls von 0 auf 100 km/h.

Dank seines Benzinmotors ist der Hyundai Tucson Plug-in-Hybrid für lange Strecken geeignet und spielt auf Kurzstrecken und im Stadtverkehr seine Effizienzvorteile und die hohe Umweltfreundlichkeit aus. Rekuperation ist das Schlagwort. Gehe ich im Test vom Gas oder bemühe das Bremspedal, fahre bergab oder rolle vor einer Kreuzung sowie Ampel aus, beginnt das Auto zu rekuperieren. Das heißt, der Elektromotor dreht seine Wirkungsrichtung um und verwandelt sich in einen Generator. Strom wird erzeugt und in die Batterie gespeist. Die elektrische Reichweite steigt.

Die Lithium-Ionen-Polymer-Batterie bietet eine Kapazität von 13,8 Kilowattstunden. Der Vorteil gegenüber eines Hybriden, im Plug-in-Hybrid lade ich den Akku im Fahrbetrieb und kann die Batterie an das Stromnetz anschließen.

Der Plug-in-Hybrid verfügt serienmäßig über den On-Board-Charger mit 7,2 Kilowatt Leistung. An einer öffentlichen Ladesäule vergehen circa 100 Minuten und der auf 10 Prozent Leistung gesunkene Akku ist wieder zu 100 Prozent voll.

Zuhause erzielen Sie diese Zeiten an einer Wallbox, an einer herkömmlichen 230-Volt-Steckdose vergehen stattdessen sechs Stunden und 30 Minuten.

Soweit die technischen Fakten und Fahreigenschaften. Wer sich für den Hyundai Tucson Plug-in-Hybrid entscheidet, kann zwischen drei Innenausstattungen wählen. Das schwarz gehaltene Cockpit ist alternativ in der Kombi Schwarz-Grau oder mit der Farbe Blaugrün erhältlich.

Der Hyundai Tucson Plug-in-Hybrid bietet wie seine Schwestermodell reichlich Raum für Passagiere und Gepäck. Der Kofferraum fasst 558 Litern in der Standard-Konfiguration. Im Handumdrehen ist der Stauraum auf 1.721 Liter vergrößert. Zwar muss sich der Plug-in-Hybrid gegenüber den anderen Antrieben mit etwas weniger Volumen begnügen, die im Verhältnis 4:2:4 teilbaren Rücksitzlehnen schaffen aber auch hier eine tolle Variabilität. Die verbauten Akkus nehmen lediglich 62 Liter des Platzes ein.

Hyundai bietet den TUCSON Plug-in-Hybrid in der Basisversion ab 42.350 Euro an. Darauf bauen die Pakete Trend für einen Aufpreis von 3.700 Euro, die N Line für ein Plus von 7.250 Euro und das Paket Prime auf. Welches den Basispreis ebenfalls um 7.250 Euro erhöht.

Neben den zahlreichen Smart Sense Assistenzsystemen beinhaltet das Grundmodell schicke 19 Zoll Leichtmetallräder, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, einen 8-Zoll-Farb-Touchscreen, das digitale Cockpit, eine Rückfahrkamera und noch einiges mehr.

Diesen Umfang erweitert das Paket Trend, gekrönt von den beiden Topmodellen N Line und Prime. Je nach Kundenanspruch sprechen diese Pakete den komfortorientierten oder den sportlich betonten Interessenten an.

Das Prime Paket zeichnet sich unter anderem durch elektrisch verstellbare Ledersitze mit Heizung und Belüftung, eine Dreizonen-Klimaautomatik und ein KRELL Premium Soundsystem aus.

Mit dem N Line Paket sticht der Hyundai Tucson optisch mit N Line Front- und Heckschürzen mit integriertem Diffusor, dem speziellen Kühlergrill, dem N Line Sportlenkrad und der Lackierung von Radkästen und Seitenschutzleisten in Wagenfarbe hervor. Die Drei-Zonen-Klimaautomatik, das KRELL Premium Soundsystem und die elektrisch öffnende und schließende Heckklappe sind auch hier Serie.

Stand: November 2021; Test: Lexi Lind; Fotos: Hyundai/Lexi Lind

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