Mitsubishi L200 Comeback

Es gibt automobile Nachrichten, die nimmt man zur Kenntnis. Und dann gibt es welche, bei denen man sich ganz persönlich freut. Diese gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie: Mitsubishi holt den L200 zurück nach Deutschland! Einen Pick-up, mit dem ich ganz besondere Erinnerungen verbinde – schließlich durfte ich den robusten Japaner vor einigen Jahren sogar in einer ganz speziellen „Hunde-Edition“ erleben. Und wer diesen Fahrbericht kennt, weiß: Der L200 und ich hatten damals ziemlich viel Spaß miteinander.

Umso schöner, dass Mitsubishi diesen Klassiker nun zurück ins Modellprogramm bringt. Und zwar nicht als weichgespültes Lifestyle-Spielzeug, sondern weiterhin mit ziemlich handfesten Argumenten: Diesel, Allrad, ordentlich Drehmoment und bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast. Ein richtiges Arbeitstier also – das selbstverständlich genauso gut zum Freizeit-Abenteurer taugt.

Unter der Haube des neuen Mitsubishi L200 arbeitet ein 2,4-Liter-Bi-Turbo-Dieselmotor mit 150 kW beziehungsweise 204 PS. Dazu gibt es satte 470 Nm maximales Drehmoment und einen 75-Liter-Tank – eine Kombination, die schon auf dem Papier ziemlich deutlich macht, dass dieser Pick-up nicht nur für die Fahrt zum nächsten Café gedacht ist.

Je nach Ausstattung setzt Mitsubishi auf unterschiedliche Allradkonzepte. In der Ausstattung Diamant gibt es den zuschaltbaren Easy Select 4WD samt Hinterachs-Differenzialsperre und 6-Gang-Schaltgetriebe. Beim Diamant TOP kommt dagegen der permanente Super Select 4WD-II mit sieben Fahrmodi und 6-Gang-Automatik zum Einsatz. Damit soll der L200 sowohl auf Asphalt als auch abseits befestigter Wege souverän unterwegs sein.

Und natürlich zählt bei einem L200 nicht nur, was vorne unter der Haube steckt. Mit 5,32 Metern Länge ist der Neue alles andere als ein Zwerg, bietet 228 Millimeter Bodenfreiheit und eine 1.555 Millimeter lange Ladefläche. Bis zu 3.500 Kilogramm darf er gebremst an den Haken nehmen. Das sind Werte, die deutlich machen: Mitsubishi versteht den L200 weiterhin als echtes Nutzfahrzeug – auch wenn vermutlich längst nicht jeder Besitzer damit täglich Baumstämme durch den Wald ziehen wird.

Gerade das mochte ich schon immer an diesem Auto. Ein L200 muss sich nicht krampfhaft als SUV verkleiden. Er darf groß, praktisch, ein bisschen rustikal und vor allem vielseitig sein. Und genau deshalb freue ich mich wirklich, dass Mitsubishi sich entschieden hat, ihn wieder nach Deutschland zu holen.

Bereits die Basisversion Diamant bringt unter anderem Klimaanlage, Berganfahrhilfe, Anhänger-Stabilitäts-Assistent, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, Funk-Zentralverriegelung, eine abschließbare Heckklappe und sogar ein vollwertiges Ersatzrad mit.

Deutlich komfortabler wird es im Diamant TOP. Hier gehören unter anderem ein 8-Zoll-Infotainmentsystem mit Apple CarPlay und Android Auto, LED-Scheinwerfer, Totwinkel- und Spurwechselassistent, 360-Grad-Kameras, Ausparkassistent sowie Parksensoren vorne und hinten zur Ausstattung. Dazu kommen schwarze Kunstledersitze, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Trittbretter, Heckklappendämpfer und Privacy-Glass.

Damit bleibt der L200 zwar Arbeitstier, verlangt seinen Insassen im Alltag aber längst keinen Nutzfahrzeug-Verzicht mehr ab.

Preislich startet der neue Mitsubishi L200 als Diamant mit 6-Gang-Schaltgetriebe bei 39.990 Euro UVP. Für den Diamant TOP mit 6-Gang-Automatik werden mindestens 52.990 Euro fällig. Island-Weiß gibt es serienmäßig, Basalt-Grau Metallic und Piano-Schwarz mit Perleffekt kosten jeweils 890 Euro Aufpreis.

Mit an Bord ist außerdem das Mitsubishi Garantie-Paket: Auf die fünfjährige Herstellergarantie kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Garantieverlängerung auf bis zu acht Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer folgen. Auch die Mitsubishi Assistance lässt sich auf bis zu acht Jahre verlängern.

Für mich ist die Rückkehr des L200 jedenfalls eine dieser Nachrichten, bei denen automobile Vielfalt tatsächlich einmal wieder größer statt kleiner wird. Ein kräftiger Diesel, ein echter Allradler, ordentlich Platz auf der Ladefläche und ein Konzept, das nicht versucht, jedem gefallen zu wollen. Schön, dass Du wieder da bist, L200!

Und meine ganz persönliche Erinnerung an diesen Mitsubishi-Klassiker? Die fährt natürlich auf vier Pfoten mit: Meine damalige Hunde-Edition des L200 gehört definitiv zu den Fahrberichten, an die ich bis heute besonders gerne zurückdenke.

Stand: September 2026; Fotos: Mitsubishi

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