Mit Caravan und Reisemobil in den Schnee

Das Ende der Sommersaison ist für viele Campingfreunde gleichzeitig auch der Start zum beliebten Wintercamping. Damit auch das Camping in der kalten Jahreszeit ein voller Erfolg wird, gilt es Grundsätzliches zu beachten. InterCaravaning, Europas größte Fachhandelskette für Caravaning, hat acht wichtige Tipps für ein gelungenes Wintercamping zusammengestellt. Denn: gute Vorbereitung ist alles.

Reiseplanung
Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, ist eine Reiseplanung sehr wichtig. Viele Campingplätze haben im Winter geschlossen und stehen als Ziel nicht zur Verfügung. Andere wiederum sind bereits Monate im Voraus ausgebucht. Die Experten von InterCaravaning raten deshalb allen Wintercampern, ihre Reise genau zu planen. Idealerweise ist der Stellplatz schon vor Reisebeginn gebucht und die Strecke größtenteils festgelegt.

Grundausstattung
Vollblutcamper sind wahre Profis beim Packen von Gepäck und Reisezubehör – das gilt in vielen Fällen aber nur für den Saison-Urlaub. Beim Wintercamping werden oft ganz andere Dinge benötigt. Am Urlaubsort angekommen, können stabile Holzbretter verwendet werden, Wintercampingdamit Caravan oder Reisemobil bei Tauwetter nicht im Matsch versinken. Etwas Split im Gepäck kann zudem beim Anfahren hilfreich sein. Damit Schmutz und Nässe nicht ins mobile Heim getragen werden, raten die Experten von InterCaravaning zu einem Vorzelt. Der Vorbau ist sowohl bei Caravan als auch Reisemobil eine ideale Schmutz- und Wärmeschleuse. Vorteil: Winterausrüstung und nasse Kleidung können hier bequem gelagert werden. Mit einem Vorzeltteppich oder Kunststoff-Fliesen wird der Zeltraum bei Tauwetter oder dem Einsatz einer Vorzeltheizung nicht zur Schlammlandschaft.

Bereifung und Traktion
Die korrekte Bereifung ist nicht nur aus versicherungstechnischen und rechtlichen Gründen absolut notwendig. Neben einer Mindestprofiltiefe von vier Millimetern, empfehlen die Experten von InterCaravaning auch Schneeketten oder vergleichbare Traktionskontrollen wie Autosocks. Die Reifen sollten mit M+S gekennzeichnet sein. Besser noch sind Reifen, die zusätzlich die Symbole Schneeflocke + Berg ausweisen.

Winterreifenpflichtig sind nur Zugmaschinen oder das Reisemobil. Für Caravans gilt diese Pflicht nicht. Dennoch sollten Camper aus Sicherheitsgründen für eine korrekte und den Witterungsbedingungen angemessene Bereifung am Caravan sorgen.

Achtung: Die Vorschriften zur Mindestprofiltiefe oder der Reifenart können von Land zu Land variieren. Hier sollten sich Camper im Vorfeld eingehend informieren. Die InterCaravaning-Fachhändler stehen hierfür gerne beratend zur Seite.

Gasanlage und HeizungDas Wichtigste beim Wintercamping ist eine perfekt funktionierende Heizung. Neben der 11kg-Tauschflasche sollte immer einer Reserve-Flasche mitgenommen werden, da das Heizen sehr viel Gas verbraucht. Wichtig ist auch, dass im Winter die Flaschen mit Propangas gefüllt sind. Bei niedrigeren Temperaturen ändert sich der Aggregatzustand von Butan, was einen Ausfall der Heizung verursacht. Die Experten von InterCaravaning empfehlen zudem ein automatisches Umschaltsystem auf die Reserveflasche, was bei Minusgraden mehr als nur Luxus ist.

Die Dichtigkeit der Gasanlage muss alle zwei Jahre durch einen Fachmann überprüft werden. Dennoch wird empfohlen, die Anlage – unabhängig von der letzten Prüfung � vor Reiseantritt einmal professionell checken zu lassen.

Strom
Da im Winter mehr Strom verbraucht wird als im Sommer, sollten Camper, die ihren Bedarf über die Bordbatterie decken, eine zusätzliche Versorgungsbatterie installieren und möglichst oft nachladen. Alternativ sind Generatoren oder Brennstoffzellen zu empfehlen. Solaranlagen als zweite Stromquelle stoßen beim Wintercamping je nach Witterungsbedingung an ihre Grenzen. Um die maximale Kapazität speichern zu können, sollten Batterien vor Kälte geschützt werden. Die Möglichkeit der Stromaufnahme tendiert bei Frost gegen null. Bei Aufenthalten die länger als zwei bis drei Tage dauern, sollte ein Netzanschluss verwendet werden.

Belüftung
Schnee ist schön, kann aber zum Risiko werden. Wintercamper müssen immer darauf achten, dass die weiße Pracht nicht die Zwangsbelüftungen verschließt. Gerade auf dem Dach kann Neuschnee Probleme verursachen, da er Luke und Kamin verschließen kann. Um das Dach nicht jeden Tag von Neuschnee befreien zu müssen, gibt es praktische Verlängerungen für den Kamin.

Generell sollte für eine gute Ventilation gesorgt werden. Durch die bessere Luftzirkulation wird die Bildung von Feuchtigkeit im Innenraum verhindert.

Boiler, Wasser und Abwasser
Bei den meisten Caravans und Reisemobilen sind die Wasserleitungen und der Frischwassertank im Innenraum gut vor Frost geschützt. Um nicht doch das Nachsehen zu haben, empfehlen die Experten von InterCaravaning, die Wasseranlage erst am Reiseziel zu befüllen. Besonders die Camper die keine Schlauchbruchsicherung verbaut haben und während der Fahrt nicht heizen können, stellen so sicher, dass nichts einfriert.

Winterurlauber sollten beim Abwasser den Ablassschieber geöffnet lassen und darunter einen Auffangbehälter platzieren. Das hat den Vorteil, dass das Grauwasser abläuft und gefriert, was eine Geruchsbildung verhindert.

Ein letzter Tipp
Sowohl Einsteiger als auch langjährige Camper sollten das Wintercamping ernst nehmen und sich bestens vorbereiten. Gerade in fremden Regionen oder Ländern ist eine gute Planung essentiell und erspart viel Ärger. Die InterCaravaning-Fachhändler helfen gerne bei der Reiseplanung und checken Caravan und Reisemobil vor Urlaubsbeginn akribisch durch.

Stand: November 2015; Foto: InterCaravaning

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