MINI Cooper S 5-Türer

Modelljahr 2017

Der MINI geht mit einem detaillierten Update ins neue Modelljahr. In diesem Bericht gehen wir zum einen auf die zu erwarteten Neuerungen ein und stellen diese dem von unsgetesteten MINI Cooper S 5-Türer Modelljahr 2017 gegenüber. Zugleich führen wir die Unterschiede zum dreitürigen Klassiker auf.

Karosserie/Design

Die zusätzlichen Türen bringen gegenüber der klassischen Version mit drei Türen natürlich veränderte Proportionen mit sich, die für einen MINI charakteristischen Designmerkmale tragen alle beide und so werden die markentypischen Rundscheinwerfer künftig mit einer schwarzen Blende versehen sein. Wer sich die aufpreispflichtigen LED-Scheinwerfer gönnt, wird eine neue Lichtgestaltung erkennen können.

Modelljahr 2018

Für eine nochmals verbesserte Sicht unterzogen sich auch die verfügbaren Adaptiven LED-Scheinwerfer einer Überarbeitung und bieten jetzt eine automatische, selektive Abblendfunktion für das Fernlicht.

Wer vorne auf die Licht-Optionen setzt wird am Heck eine weitere Neuerung verzeichnen können. Der Herkunft geschuldet, weisen die LED-Heckleuchten dann ein schickes Union-Jack-Design auf.

Eine rein optische Wirkung haben auch die neuen Marken-Embleme, die neuen Karosseriefarben Emerald Grey metallic, Starlight Blue metallic und Solaris Orange metallic sowie das erweiterte Angebot an Leichtmetallrädern.

Die Vielfalt des MINIs nochmals steigern, können darüber hinaus die neu ins Sortiment aufgenommenen Sonderausstattungen, darunter zum Beispiel die Option Piano Black Exterieur.
Statt in edlem Chrom sind die Scheinwerfereinfassungen, die Heckleuchten und der Kühlergrill hier in hochglänzendem Schwarz ausgeführt.

Im sogenannten „Excitement Paket“ ist ab sofort die MINI Logo-Projektion enthalten. Sowohl beim Öffnen als auch Schließen des Fahrzeuges wird das Marken-Logo auf den Boden der Fahrerseite projiziert.

Innenraum/Kofferraum

Und auch im Innenraum hält das Lifestyle-Modell ab sofort noch viele weitere Gestaltungsmöglichkeiten bereit, umfasst das erweiterte Angebot zusätzliche Lederausstattungen, Materialien, Dekorelemente und Colour Lines.

Die neue Farbe Malt Brown sticht dabei ebenso hervor wie die Option MINI Yours Interior Style Piano Black. Neben den in Piano Black lackierten Oberflächen setzt dieses Extra auch auf eine hinterleuchtete Dekorleiste, verziert mit einem stilisierten Union-Jack-Motiv.

Individuell war ein MINI seit jeher, doch die Verantwortlichen haben das Niveau nochmals angehoben und legen mit MINI Yours Customised ein ganz besonderes Programm auf und ermöglichen es Ihnen, das Modell zu einem persönlich gestalteten Unikat werden zu lassen.

Im neuen Modelljahr wird sich auch das Dreispeichen-Lenkrad im neuen Look präsentieren und umfasst nun auch im Basismodell Multifunktionstasten. Ergänzt wird die Serienausstattung außerdem um ein Audiosystem mit 6,5 Zoll großem Farbdisplay im Zentralinstrument und eine USB- und Bluetooth-Schnittstelle.

Zu den neuen Innovationen im MINI wird auf Seiten der Telefonie die Wireless Charging Funktion zählen. Ist das Smartphone bereits dafür geeignet, können Sie es in der Ablage in der Mittelarmlehne kabellos aufladen.

Das optionale Head-Up-Display inkl. ausfahrbarem Display gab es schon und wird es auch künftig geben. Neu sind dagegen die Funktionen von MINI Connected. Ob Real Time Traffic Information, das automatische Navigationskarten-Update über eine Mobilfunkverbindung, der persönliche Concierge Service oder das Fahrzeug-Internetportal MINI Online mit Nachrichten, Wetterinfos und einer Kraftstoffpreisübersicht … da hat der MINI einiges zu bieten, die neuen Services werden in drei Paketen zur Auswahl gestellt und ermöglichen eine einzigartige Vernetzung.

Mit einer fest im Fahrzeug verbauten SIM-Karte stehen darüber hinaus der Intelligente Notruf mit automatischer Ortung und Unfallschwere-Erkennung sowie die MINI TeleServices zur Verfügung.

Erstmals nutzbar, ist der sogenannte Service MINI Find Mate. Dieser verhindert mittels drahtloser Ortungsfunktion, dass persönlichen Gegenstände verloren gehen oder vergessen werden.

Die Position Ihrer Reiseutensilien können Sie dann auf dem Bordmonitor oder auf einem Smartphone in der MINI Connected App ermitteln.

Was unverändert bleibt, der um über 72 Millimeter längere Radstand gegenüber der dreitürigen Version.Verglichen mit dem zweitürigen Modell erleichtern die beiden hinteren Türen zwar den Zutritt, doch der Einstieg ist nach unten hin schmal geschnitten und gestaltet sich somit nicht all zu bequem wie vielleicht vermutet.

Mit offiziell drei Sitzplätzen in petto, bietet die Rückbank letztlich aber nur zwei vollwertige Sitzmöglichkeiten, sollte der Mittelplatz nur auf Kurzstrecken genutzt werden. Dafür nimmt der MINI Fünftürer auch zwei Großgewachsene hinten bequem auf.

Wenn es hier auch spürbar enger zugeht als vorn, geraten wir als Erwachsener nicht in Beklemmungen. Die Beinfreiheit nähert sich dann zwar so langsam ihrem Ende, doch die Kopffreiheit hat noch einiges an Luft.

Der Größenzuwachs macht sich aber vor allen Dingen im Gepäckraum bemerkbar, legt der 5-Türer mit 278 Litern stolze 67 Liter drauf. Durch die im Verhältnis 60 : 40 geteilt umklappbare Fondsitzlehne können Sie das Gepäckraumvolumen auf 941 statt 731 Liter vergrößern.

Für einen MINI ist die Ladeöffnung recht groß, das Ladegut muss nicht all zu sehr angehoben werden und wenn sich der optionale variable Ladeboden in der oberen Position befindet, gibt es auch keine Stufe.

Komfort/Fahrwerk/Bremsen

Im direkten Vergleich büßt der Fünftürer wahrscheinlich etwas an seinem Gokart-Feeling ein, doch was auch dieser MINI an sportlichem Charakter vorzuweisen hat, ist einfach Fahrspaß pur.

So hält auch der praktischere MINI am bewährten Fahrwerksprinzip mit der Mehrlenker-Hinterachse fest und wurde entsprechend an die fünftürige Karosserievariante angepasst.

Knackig straff, aber bei weitem nicht unangenehm, macht sich der längere Radstand gerade auf Autobahnstrecken komfortabel bemerkbar. Während wir hier meist zwischen den Modi „Green“ und „Mid“ (=Normal) gewechselt haben, waren wir ansonsten nur zu gern im aktivierten Sport-Modus unterwegs.

Der MINI Cooper S 5-Türer verfügt außerdem über das System Performance Control, so wirkt der Flitzer einem Untersteuern entgegen und ermöglicht es, sich spielerisch dem Grenzbereich zu nähern. Sein neutrales Fahrverhalten bewahrt sich der MINI sogar bei Nässe, womit man die Kurvenhatz auch jetzt nicht scheuen muss.

Die präzise Servotronic spricht dabei wunderbar direkt an und vermittelt mir ein tolles Lenkgefühl, Lenkkorrekturen werden nicht gefordert.

Der Fünftürer bietet mit seinem Längenzuwachs eine höhere Alltagstauglichkeit muss hierfür aber etwas von der Wendigkeit einbüßen, fällt der Wendekreis beim Fünftürer mit 11 Metern um 20 Zentimeter größer aus. Um die Rundumsicht ist es leider schlecht bestellt, sind die Säulen sehr breit, letztlich lässt sich das Fahrzeug aber gut abschätzen.

So gar nichts zu meckern gibt es an der Bremsleistung. Krallt sich der MINI auch aus hohen Geschwindigkeiten wunderbar in den Asphalt.

Motor/Getriebe

Unter der Haube hält MINI für die Versionen One und One First im neuen Modelljahr weiterentwickelte und gestärkte Motoren bereit, die zugleich mit einer gesteigerten Effizienz glänzen möchten.

Alternativ zum knackig kurzen und präzise geführten 6-Gang Handschalter wird es für diese Modelle wie auch den von uns gefahrenen Cooper S optional ein 7-Gang Steptronic Getriebe inkl. Schaltwippen am Lenkrad geben.

Was der MINI bereits fahrtechnisch drauf hat, untermalt der Cooper S auch auf die Leistung bezogen auf eindrucksvolle Art und Weise.

Wird der MINI Cooper S 5-Türer schließlich von 141 kW / 192 PS befeuert und bringt es schon ab 1.250 Umdrehungen auf 280 Nm – kurzzeitig holt er sogar mittels Overboost 300 Nm aus dem Zweiliter-Vierzylinder. 6,9 Sekunden für den Sprint von Null auf Tempo 100 können sich sehen lassen und im Sportmodus legt der MINI dann auch noch einen satteren Motorensound drauf.

Bei dieser Performance rückt der Verbrauch natürlich schnell in den Hintergrund. Der Blick auf die Tanknadel dürfte die Begeisterung ohnehin etwas drüben. Denn von „mini“ ist hier nicht mehr die Rede. Aber bei Höchstgeschwindigkeiten von 232 km/h kann man ja nun wirklich nicht mehr von Kleinwagen-Nivau sprechen.

Und wenn Sie Ihrem Gasfuß mal eine Pause gönnen, kommen Sie mit sieben bis acht Litern aus, an den vom Hersteller angegebenen Durchschnittsverbrauch von sechs Litern auf 100 Kilometer haben wir uns jedoch nicht herangetastet. Die CO2-Emissionen gibt MINI entsprechend mit 136 Gramm pro Kilometer an.

Sicherheit

Mit dem optionalen Driving Assistant schnürt MINI sowohl eine kamerabasierte Geschwindigkeits- und Abstandsregelung, eine Verkehrszeichenerkennung, den Fernlichtassistent und eine Auffahr- sowie Personenwarnung mit City-Anbremsfunktion in einem für aktuell 990,- Euro erhältlichen Paket zusammen.

Ausstattung/Kosten

Mehr Platz fürs Gepäck und die Insassen sowie einen leichteren Zutritt zur Rückbank bietet der fünftürige MINI zu einem Aufpreis von 950 Euro gegenüber dem Dreitürer. So legt der MINI One First 5-Türer mit 17.350 Euro los und reicht auf Seiten der Benzinmotoren bis hin zum Cooper S, zu haben für einen Grundpreis von 25.700,- Euro.

Die zahlreichen Extras erlauben einerseits eine große Vielfalt an Individualität, treiben aber zugleich auch den Preis in die Höhe. So natürlich auch bei den drei angebotenen Dieselmotoren, die sich wiederum von 21.200,- bis zu 29.000,- Euro für den MINI Cooper SD inkl. Automatikgetriebe erstrecken.

Soweit sind diese Preise zumindest der seit November 2017 geltenden Preisliste zu entnehmen. In wie weit sich die Modelländerungen für 2018 auf die Kosten auswirken werden, bleibt dagegen noch abzuwarten.

Stand: Januar 2018; Test und Fotos: auto-reise-creative; Foto Modelljahr 2018: MINI

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