Fiat Concept Centoventi

120 Jahre Fiat. Die Italiener feiern dieses eindrucksvolle Jubiläum mit diversen Sondermodellen und geben uns mit dem Fiat Concept Centoventi einen aufregenden Ausblick in die Zukunft der Marke. Neben der Elektromobilität stehen vor allen Dingen die Wandlungsfähigkeit und Funktionalität sowie das auf Individualität ausgelegte Design und der Kostenfaktor im Vordergrund.

Der Fokus lag ganz klar darauf, ein Mobilitätskonzept für jedermann zu schaffen, erschwinglich und anpassbar an die unterschiedlichsten Forderungen. Ob als Privatkunde, im Carsharing- oder Flottenkundenbereich, mit dem Concept Centoventi hat der italienische Autohersteller eine wirklich beeindruckende Vision von einem Elektroauto auf die Räder gestellt!

Die Verantwortlichen hatten bei der Entwicklung des Centoventi den Großvater Panda im Hinterkopf und doch wollte man etwas völlig anderes schaffen. Simple und doch emotional sollte er sein. Wie sagte Chefdesigner Klaus Busse so schön, hier bekommen wir den Panda der Zukunft zu sehen, der nicht für ein Museum sondern für die Gesellschaft gemacht ist.

Apropos, das Fiat Concept Centoventi wurde zwar vom Fiat-Designteam gezeichnet und entwickelt, doch letztlich sind Sie der Designer und kleiden Ihr Fahrzeug ein.

So ging der Designprozess nicht nur in eine Richtung, die individuelle Nutzung stand zudem ganz oben im Lastenheft. Das Fahrzeug kann dank der modularen Bauweise ganz individuell gestaltet werden.

Ausschließlich in matt weiß lackiert, sorgt diese Wahl dafür, dass sich das Fahrzeug weniger stark aufheizt, resultierend daraus konnte eine kleinere Klimaanlage verbaut werden. Nur einer von vielen Bereichen, in denen die Verantwortlichen die Kosten reduzieren.

Der Centoventi bleibt jedoch nicht farblos und so können Sie zwischen verschiedenen Beklebungen auswählen. Günstiges Folieren ist durch einfache Formen und Schnittmuster möglich. Als Kunde sollen Sie Datenmuster ausdrucken und sogar selbst entwerfen können. Doch damit längst nicht genug. Auch die Stoßfänger können farblich gestaltet oder aber aus unterschiedlichen Radabdeckungen gewählt werden. Darüber hinaus sollen dem kleinen Italiener 120 Accessoires von Mopar zur Seite gestellt werden, die dem Äußeren einerseits noch mehr Pepp und dem Innenraum noch mehr Funktionalität verschaffen.

Das Konzeptfahrzeug hat gleich mehrere Dachkonfigurationen zu bieten, ob offen, mit einem klassischen Stoffverdeck, einem Panoramadach oder sogar einem Dach mit Solarzellen. Selbst die Dächer können zu einem späteren Zeitpunkt gewechselt werden. Nichts muss beim Kauf entschieden werden!

Der Fiat Concept Centoventi setzt auf Design ohne aber die Funktion aus den Augen zu verlieren. Dies zieht sich bis zum intelligenten Widescreen-Display zwischen den Rückleuchten am Heck. Im stehenden Zustand können hierüber Nachrichten an die „Außenwelt“ gesendet werden.

Clever durchdacht, ist auch das Innenraumkonzept. In zwei verschiedenen Varianten erhältlich, unterscheidet sich das Cockpit zunächst in der Ausführung des 10-Zoll beziehungsweise 20-Zoll-Displays.

Stets prägend für den Armaturenträger ist das von Fiat patentierte Lochsystem. Dieses bietet Verankerungsmöglichkeiten für verschiedenste Zubehörteile. Ganz nach Ihren Bedürfnissen können Sie den Fiat Centoventi mit verschiedenen Halterungen ausrüsten und diese nach Belieben variieren.

Die Studie verzichtet auf klassische Lüftungsdüsen und setzt mittels versteckter Lüftungsöffnungen auf eine Belüftung im Ganzen, die sowohl Gewicht wie auch Kosten spart.

Für das Konzeptfahrzeug haben sich die Verantwortlichen außen wie innen unter anderem für Materialien entschieden, die uns bis dato von den Crocs, dem Kunststoffschuh, bekannt waren.

So zieht sich dieser auch über den Sitz, wie ein neuer Anzug. Das Konzeptcar bietet übrigens Platz für bis zu vier Personen, ist aber auch in diesem Punkt sehr flexibel und an die unterschiedlichsten Bedürfnisse anpassbar. So lässt sich beim Gestühl sowohl das Kissen wie auch die Kopfstützen austauschen und bei Bedarf sogar der ganze Beifahrersitz gegen eine Box für Tiere, einen Ablagekorb oder einen Kindersitz austauschen.

Das von Mopar angebotene Zubehörangebot kann online erworben und selbst montiert werden. Nachhaltigkeit wird beim Fiat Concept Centoventi in jedem Fall groß geschrieben. Beabsichtigt Fiat dem Kunden zu ermöglichen, nicht mehr benötigte Gadgets in einer entsprechenden Börse wieder verkaufen zu können und einzelne Teile auch eigenständig am 3D-Drucker zu erstellen. Der Weg zum Händler soll nicht von Nöten sein, Datensätze erhalten Sie direkt von FCA.

Die italienische Traditionsmarke präsentiert mit dem Concept Centoventi eine ganz eigene Idee von Elektromobilität. Und mir gefällt das modulare Batterie-Konzept wirklich sehr gut. Die Basisvariante kommt zunächst auf eine Reichweite von 100 Kilometer und zwingt dem Kunden keine großen und teuren Batterien auf.

Wer weitere Strecken zurücklegen möchte, kann die Reichweite mittels der austauschbaren Batterie-Einheiten beliebig erweitern. Die erreichbare Gesamtreichweite beträgt 500 Kilometer.

Doch Fiat hat noch weiter gedacht. Die zusätzlichen Wechsel-Batterien können gekauft oder für längere Reisen auch gemietet werden.

Während natürlich fest installierte Akkus von Nöten sind, kann der mobile Teil mühelos über eine Gleitschiene unter dem Fahrzeugboden entnommen werden. Dabei handelt es sich um eine Art Batterie-Trolley der sich über den ausziehbaren Griff und die Rollen ganz bequem transportieren lässt und an der heimischen Steckdose aufgeladen werden kann.

Der Name des Konzeptfahrzeuges, der auf Italienisch „Einhundertzwanzig“ bedeutet, steht für das große Firmenjubiläum. Die Frage, ob dieses Konzeptfahrzeug so den Weg auf die Straße finden wird, hat Chefdesigner Klaus Busse leider mit einem klaren Nein beantwortet. So bleibt nur zu hoffen, das viele Innovationen aus dem Fiat Concept Centoventi den Weg in andere Serienmodelle finden werden. Fest steht, die Elektrifizierung startet bei der italienischen Traditionsmarke im kommenden Jahr, ist der Fiat 500 dann als reines Elektroauto erhältlich.

Stand: Juni 2019; Text und Fotos: auto-reise-creative

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