Ferrari Portofino

Im Jahr der Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag kündigt Ferrari eine zweite Weltpremiere an – den Ferrari Portofino, ein neuer Gran Turismo V8. Angetrieben wird er vom Ferrari-V8-Turbomotor, mit seinen 600 PS und einer Beschleunigung von 0 auf 200 km/h in nur 10,8 Sekunden, ist der Ferrari Portofino das leistungsstärkste Cabrio, das nicht nur ein einfahrbares Hardtop zu bieten hat, sondern auch einen geräumigen Kofferraum und viel Platz im Innenraum, was durch die hinteren Sitze, die für kurze Strecken nutzbar sind, bestätigt wird.

Dieses neue Fahrzeug, dass seinen Namen einem kleinen malerischen Ort an der ligurischen Küste verdankt, der seit jeher für Exklusivität und Eleganz steht, ist das vielseitigste Modell der Produktpalette. Ein Ferrari für die Nutzung im Alltag, der aber auch in der Lage ist, sich in nur 14 Sekunden, sowohl stehend als auch langsam fahrend, von einem echten Coupé vom Typ ‘berlinetta’ in ein Cabrio zu verwandeln.

Dieser Motor kennt übrigens kein Turboloch. Auf jedes Antippen des Gaspedals reagiert er stets in weniger als einer Sekunde. Dies verdankt er besonderen technischen Merkmalen wie der „flachen“ Kurbelwelle, die bei geringer Masse kompakt baut und besonders strömungsgünstig ist, kleineren und dadurch weniger trägen Verdichterrädern in Twin-Scroll-Technik, die die Interferenzen der Abgaswellen aus den Zylindern und damit die zuluftseitigen Druckschwankungen vermindert, einem Krümmer aus einem Guss mit gleichlangen Rohren, die die Druckwellen in der Turbine optimieren.

Der Motor des Portofino verfügt weiterhin über „Variable Boost Management“. Dies ist eine durch Ferrari selbst entwickelte Motorsteuersoftware, die das abgerufene Drehmoment dem eingelegten Gang anpasst.

Beim Schalten vom dritten in den siebten Gang wird das verfügbare Drehmoment jeweils erhöht, bis schließlich 760 Nm erreicht werden. Dadurch sind zum einen in den höchsten Gängen längere Übersetzungen möglich, was dem Verbrauch und dem Emissionsausstoß zu Gute kommt, und zum anderen lassen sich in den niedrigeren Gängen adaptive Drehmomentkurven mit stetigem Anstieg erreichen, was das Gefühl von konstantem Schub vermittelt.

Der Portofino steht auch mit dem Sound ganz in der Tradition von Ferrari: jeder Motor hat seinen speziellen Klang mit ureigenem Timbre. Das macht ihn einzigartig. So ist auch der Portofino an dem ihm eigenen Sound eindeutig erkennbar. Neben der neuen Auspuffanlage gibt es zum allerersten Mal elektrische Bypassventile, die in Bezug auf Genauigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit der Dämpfung deutliche Vorteile zeigen. Diese lassen den Motor je nach Fahrmodus auch unterschiedlich klingen:

– beim Anlassen bleiben die Ventile geschlossen, das ergibt einen zurückhaltenden und moderaten Sound,
– im fahrergewählten Komfortmodus werden die Ventile so angesteuert, dass der Sound markant und kohärent ist, er passt in Wohngebiete und zu langen Strecken,
– im Sportmodus sind die Ventile offen, der Sound ist aus den unteren Drehzahlen heraus bis hinauf zum Drehzahlbegrenzer packender und sportlicher.

Der Portofino trägt die Handschrift des Ferrari Design Centers, sein besonderes Merkmal ist die Two-Box-Konfiguration „Fast-Back“ – revolutionär in einem Coupé-Kabrio mit Hardtop –, die die Silhouette besonders schlank gestaltet und ihr einen sportlicheren Charakter ohne jeden Abstrich an Eleganz oder Dynamik verleiht.

Wie immer bei Ferrari erfolgte die aerodynamische Weiterentwicklung intensiv und gründlich an jedem Einzelteil der Karosserie – von der ersten Entscheidung zur Form bis hin zur Auslegung der Wärmeabfuhr durch Wärmeleitung und der Ausgestaltung von Fahrzeugboden und Karosserie. Letzteres erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen der Aerodynamik-Abteilung und Ferrari Design.

Auch wenn das Fahrzeug von außen gesehen recht kompakt erscheint und seine Bestimmung als Langstreckenfahrzeug deutlich sichtbar ist, wurde dem Portofino ebensolche Aufmerksamkeit auch bei der Ausgestaltung des Innenraums zuteil. Ferrari Design hat bei der Reduzierung des Gewichts und Vergrößerung des Innenraums die formale und funktionale Kohärenz zwischen Außenseite und Innenraum gut herausgearbeitet.

Stand: September 2017; Fotos: Ferrari

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.